EVOLUTIONISTISCHE POSTULATE UND TATSACHEN
In den vorangehenden Kapiteln untersuchten wir die
Unhaltbarkeit der Evolutionstheorie in Bezug auf Beweisstücke, aus
dem Bereich der Fossilfunde und vom Standpunkt der Molekularbiologie.
In diesem Kapitel werden wir uns mit einer Anzahl biologischer Phänomene
und Konzepte befassen, die von den Evolutionisten als theoretisches
Beweismaterial vorgebracht werden. Diese Themen sind von besonderer
Bedeutung, denn sie demonstrieren, dass es keine wissenschaftlichen
Befunde gibt, die die Evolution unterstützen, sondern enthüllen
statt dessen das Ausmaß in dem die Evolutionisten auf unlautere
Mittel, wie die Verdrehung von Tatsachen und Täuschung zurückgreifen.
Variationen und Spezien
In der Genetik bezieht sich der Ausdruck ‚Variation' auf ein genetisches
Geschehen, durch welches Individuen oder Gruppen innerhalb eines
bestimmten Spezies-Typen unterschiedliche Charaktermerkmale aufweisen.
Alle Menschen auf der Erde, z.B., tragen grundsätzlich die gleiche
genetische Information, doch haben ein Teil von ihnen Schlitzaugen,
ein Teil hat rote Haare, einige haben lange Nasen, oder einige sind
kleinwüchsig, entsprechend der Größe des Variationspotentials dieser
genetischen Information.
Die Evolutionisten stellen die Variationen innerhalb einer Spezies
als einen Beweis für ihre Theorie hin. Variation jedoch stellen
keinen Beweis für die Evolution dar, da sie lediglich das Ergebnis
verschiedener Kombinationen der bereits vorhandenen genetischen
Information sind, und nicht auf einer Zufügung neuer Merkmale zur
genetischen Information beruhen.
Variation findet immer innerhalb der Grenzen der genetischen Information
statt. In der Genetik wird diese Grenze als "Gen-Pool" oder Genbank
bezeichnet. Alle Charaktereigenschaften die im Gen-Pool einer Spezies
vorhanden sind können sich aufgrund der Variation auf verschiedene
Weise offenbaren. Als Ergebnis der Variation können z.B. in einer
Reptilienspezies Rassen in Erscheinung treten, die relativ längere
Schwänze und kürzere Beine haben, da die Information für beide,
Lang- und Kurzbeinigkeit im Gen-Pool der Reptilien vorhanden sind.
Variationen jedoch verwandeln Reptilien nicht in Vögel indem sie
ihnen Flügel oder Federn hinzufügen oder ihren Stoffwechsel verändern.
Solche Veränderungen bedürften einer Aufstockung der genetischen
Information des Lebewesens, welche durch Variationen auf keinen
Fall möglich ist.
Darwin war sich dieser Tatsache nicht bewusst,
als er seine Theorie formulierte. Er dachte, dass Variationen unbegrenzt
seien. In einem Artikel den er 1844 geschrieben hatte erklärte er:
"Dass der Variation in der Natur Grenzen gesetzt sind wird von
den meisten Autoren angenommen, ich kann jedoch keine Tatsache finden
auf welche sich diese Annahme gründen könnte".150
In seinem Werk Der Ursprung der Spezien führte er verschiedene Beispiele
von Variationen als den wichtigsten Beweis seiner Theorie auf.
Nach Darwin würden z.B. Tierzüchter, die verschiedene Rassen von
Vieh kreuzten um neue Rassen zu züchten, die mehr Milch geben würden,
diese letzten Endes in eine andere Spezien verwandeln. Darwins Idee
der "unbegrenzten Variation" zeigt sich am deutlichsten in dem folgenden
Zitat aus Der Ursprung der Spezien:
Ich kann keine Schwierigkeit darin sehen,
dass eine Bärenrasse, die durch natürliche Auslese in ihrem Verhalten
mehr und mehr aquatische Tendenzen angenommen hatte, mit stetig
größer werdendem Maul, letztlich ein Geschöpf, so ungeheurig wie
einen Wal erzeugte.151
Der Grund, warum Darwin solch ein weit hergeholtes Beispiel zitierte
lag in dem primitiven Verständnis der Wissenschaft zu seiner Zeit.
Seither hat die Wissenschaft des 20. Jh., gegründet auf Ergebnisse
von Experimenten an Lebewesen, das Prinzip der "genetischen Stabilität"
(genetische Homöostase) erstellt. Dieses Prinzip ergab sich daraus,
dass alle Kreuzungsversuche, die unternommen wurden um neue Rassen
zu erzeugen, erfolglos blieben, und bestätigt, dass unüberschreitbare
Schranken unter den verschiedenen Spezien von Lebewesen bestehen.
Das bedeutet, dass es absolut unmöglich für die Tierzüchter
gewesen sein wäre, das Vieh durch Kreuzung verschiedener Rassen
in eine andere Spezies zu verwandeln, wie Darwin es behauptet hatte.
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HABENSICH WALE EVOLUTIV AUS BÄREN ENTWICKELT?
In "Der Ursprung der Spezien"
behauptete Darwin, dass sich Wale evolutiv aus Bären entwickelten,
die Schwimmversuche gemacht hatten! Darwin hatte die falsche
Vorstellung, dass Variation innerhalb einer Spezies unbeschränkt
möglich sei. Die Wissenschaft des 20. Jh. hat gezeigt, dass
dieses Szenario eine Phantasie ist.
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Norman Macbeth, der den Darwinismus in seinem Buch "Darwin in den
Ruhestand versetzt" [Darwin Retried] widerlegt erklärt folgendes:
Der Kern des Problems ist die Frage, ob die
Variation in Lebewesen tatsächlich bis zu einem unbegrenzten Maß
vorhanden ist... Die Spezien scheinen stabil zu sein. Wir
alle haben von enttäuschten Züchtern gehört, die ihre Arbeit bis
zu einem bestimmten Punkt verfolgten, und dann feststellen mussten,
dass die Tiere oder Pflanzen auf das zurückfielen wovon sie ursprünglich
ausgegangen waren. Trotz angestrengter Bemühungen über zwei oder
drei Jahrhunderte hinweg, war es niemals möglich eine blaue Rose
oder eine schwarze Tulpe hervorzubringen.152
Luther Burbank, der als einer der kompetentesten
Züchter aller Zeiten gilt, drückte diese Tatsache aus, als er sagte,
"...es gibt Grenzen innerhalb denen eine Entwicklung möglich ist,
und diese Grenzen unterliegen einem Gesetz."153
In seiner Behandlung dieses Themas kommentiert der dänische Wissenschaftler
W. L. Johannsen:
Die Variationen, welche Darwin und Wallace so
stark betont hatten, können durch Auslese nicht über einen bestimmten
Punkt hinweg vorangeschoben werden, indem solch eine Variationsfähigkeit
das Geheimnis der ‚unendlichen Abweichung' nicht beinhaltet.154
Immunität gegen Antibiotika und DDT sind kein Beweis
für die Evolution
Eines der biologischen Konzepte, welches die Evolutionisten als
Beweis für ihre Theorie vorbringen ist die, von Bakterien entwickelte
Resistenz gegenüber Antibiotika. Fast alle evolutionistischen Quellen
zitieren die antibiotische Resistenz als "ein Beispiel der evolutiven
Entwicklung in Lebewesen aufgrund vorteilhafter Mutationen". Ein
ähnlicher Anspruch wird für die Immunität, die Insekten gegen DDT
und ähnliche Schädlingsbekämpfungsmittel entwickeln, erhoben.
Jedoch auch in dieser Hinsicht sind die Evolutionisten auf dem
Holzweg.
Antibiotika sind "Killer-Moleküle", die von Mikroorganismen erzeugt
werden, um andere Mikroorganismen zu bekämpfen. Das erste Antibiotikum
Penicillin wurde von Alexander Fleming im Jahr 1928 entdeckt. Fleming
erkannte, dass Schimmel ein Molekül erzeugte, das den Staphylokokken
Bazillus vernichtete, und diese Entdeckung leitete einen Wendepunkt
in der Medizin ein. Von Mikroorganismen gewonnene Antibiotika wurden
im Kampf gegen Bakterien eingesetzt, und die Ergebnisse schienen
erfolgreich zu sein.
Bald jedoch wurde eine neue Entdeckung gemacht: Im Lauf der Zeit
entwickeln Bakterien eine Resistenz gegen Antibiotika. Der Mechanismus
dieser erworbenen Immunität ist folgender: Ein Großteil der Bakterien
die den Antibiotika ausgesetzt sind werden zerstört, doch einige
andere, gegen die das Antibiotikum wirkungslos ist, vervielfältigen
sich rasch und erneuern die Bevölkerung. Auf diese Weise wird der
gesamte Bakterienbestand gegen Antibiotika immun.
Die Evolutionisten versuchen dies als "Evolution der Bakterien
durch Anpassung an Gegebenheiten" darzustellen.
Diese oberflächliche Interpretation jedoch ist weit vom Tatbestand
entfernt. Einer der Wissenschaftler, die sehr eingehende Forschung
auf diesem Gebiet unternommen haben, ist der israelische Bio-Physiker
Lee Spetner, der auch durch sein, 1997 veröffentlichtes Buch Not
by Chance [Nicht durch Zufall] bekannt ist. Spetner besteht darauf,
dass die Immunität von Bakterien durch zwei verschiedene Mechanismen
zustandekommt, keiner von welchen einen Beweis für die Evolution
darstellt. Diese beiden Mechanismen sind:
1. Die Übertragung von Resistenz-Genen, die bereits in den Bakterien
vorhanden sind.
2. Die Entwicklung der bakteriellen Resistenz als Ergebnis des
Verlusts genetischer Information aufgrund von Mutation.
Spetner erklärt den ersten Mechanismus in einem, im Jahr 2001 veröffentlichten
Artikel:
Einige Mikroorganismen haben Gene, die sie
gegen diese Antibiotika widerstandsfähig machen. Diese Resistenz
kann sich in Form einer Degradierung des antibiotischen Moleküls,
oder durch Ausstoßen desselben aus der Zelle vollziehen... Die
Organismen, die diese Gene besitzen können dieselben auf andere
Bakterien übertragen, wobei letztere ebenfalls widerstandsfähig
gemacht werden. Obwohl diese Resistenzmechanismen spezifisch für
ein bestimmtes Antibiotikum sind, konnten sich die meisten pathogenen
Bakterien... eine Auswahl von Gen-Sätzen aneignen, die ihnen Immunität
gegen eine Anzahl von Antibiotika verleiht.155
Spetner erklärt dann weiter, dass dies kein "Beweis für die Evolution"
sei:
Der Erwerb antibiotischer Resistenz auf diese
Weise... ist nicht von der Art, die als Prototyp für die Mutationen
dienen könnte, welche nötig wären, die Evolution zu erklären.
Die genetischen Veränderungen, welche die Theorie unterstützen
könnten, müssten nicht nur das Genom des Bakteriums mit vorhandener
Information bereichern, sie müssten dem Biokosmos neue Information
zufügen. Die horizontale Übertragung von Genen verbreitet lediglich
Gene, die in einigen Spezien bereits vorhanden sind.156
Es kann daher hier nicht von einer Evolution die Rede sein, da
keine neue genetische Information erzeugt wird: es wird lediglich
bereits vorhandene genetische Information zwischen den Bakterien
übertragen.
Der zweite Immunitätstyp, der aufgrund von Mutation entsteht, ist
ebenfalls kein Beispiel für Evolution. Spetner schreibt:
...Ein Mikroorganismus kann manchmal Resistenz
gegen ein Antibiotikum durch eine unwillkürliche Substitution
eines einzelnen Nukleotids erwerben... Streptomycin, welches von
Selman Waksman und Albert Schatz entdeckt, und worüber erstmals
im Jahr 1944 berichtet wurde, ist ein Antibiotikum gegen welches
Bakterien auf diese Weise widerstandsfähig werden können. Doch
obwohl die Mutation, der sie in diesem Prozess unterzogen sind,
in der Anwesenheit von Streptomycin vorteilhaft für den Mikroorganismus
ist, kann sie nicht als Prototyp für die Art von Mutationen dienen,
welche die neo-darwinistische Theorie verlangt. Der Mutationstyp,
der Resistenz gegen Streptomycin bietet, manifestiert sich im
Ribosom und degradiert sein molekulares Gegenstück des antibiotischen
Moleküls. Diese Oberflächenverände-rung im Ribosom des Mikroorganismus
macht es dem Streptomycin-Molekül unmöglich, sich anzuhaften und
seine antibiotische Funktion zu erfüllen. Es ergibt sich, dass
diese Degradierung ein Verlust in Spezifität, und daher ein Verlust
an Information ist. Der Kernpunkt ist, dass sich Evolution nicht
durch Mutationen dieser Art vollziehen kann, egal wieviele davon
es gibt. Evolution kann nicht auf einer Anhäufung von Mutationen
beruhen, die lediglich Spezifität degradieren.157
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass eine Mutation die sich
im Ribosom des Bakteriums manifestiert, dieses widerstandsfähig
gegen Streptomycin macht. Der Grund dafür ist die "Auflösung" des
Ribosoms durch Mutation. Das bedeutet, dass dem Bakterium keine
neue genetische Information zugefügt wurde. Ganz im Gegenteil, die
Struktur des Ribosoms wird abgebaut, d.h. das Bakterium wird "unfähig".
(Es wurde auch entdeckt, dass die Funktionsfähigkeit des Ribosoms
mutierter Bakterien vermindert gegenüber dem normaler Bakterien
ist.) Da diese "Unfähigkeit" es verhindert, dass sich das Antibiotikum
gemäß seines Designs an das Ribosom anhaften kann, entwickelt sich
"antibiotische Resistenz".
Schließlich gibt es also kein Beispiel einer Mutation, die "genetische
Information entwickelt".
Die gleiche Situation trifft auf die Immunität
zu, welche Insekten gegenüber DDT und ähnlichen Schädlingsbekämpfungsmitteln
entwickeln. In den meisten dieser Fälle kommen bereits vorhandene
Immunitäts-Gene zum Einsatz. Der evolutionistische Biologe Francisco
Ayala gibt diesen Tatbestand zu indem er sagt: "Die, zur Resistenz
gegen die verschiedensten Arten von Schädlingsbekämpfungsmitteln
notwendigen genetischen Varianten waren offensichtlich in jeder
der, diesen synthetischen Verbindungen ausgesetzten Bevölkerungen
vorhanden.158 Einige andere Beispiele die durch
Mutation erklärt wurden, geradeso wie die obig erwähnte Ribosom-Mutation,
sind Phänomene, die ein "Defizit der genetischen Information in
Insekten" entwickeln.
In diesem Fall kann nicht behauptet werden, dass Immunitätsmechanismen
in Bakterien und Insekten einen Beweis für die Evolutionstheorie
darstellen. Dem ist so, weil sich die Evolutionstheorie auf der
Behauptung begründet ist, dass sich Lebewesen durch (die Erbmasse
bereichernde) Mutationen weiterentwickeln. Spetner jedoch erklärt,
dass weder antibiotische Immunität, noch irgend ein anderes biologisches
Phänomen ein Beispiel solch einer Mutation darstellen.
Die Mutationen, welche für eine Makro-Evolution
nötig wären, wurden niemals beobachtet. Keine der spontanen Mutationen,
die eventuell Mutationen darstellen könnten, welche entsprechend
der neo-darwinistischen Theorie erforderlich wären, zeigten in
der Untersuchung auf molekularer Ebene eine hinzugefügte Information.
Die Frage, die ich anspreche ist: Sind die beobachteten Mutationen
von der Art, die die Theorie zu ihrer Unterstützung benötigt?
Die Antwort darauf erweist sich als ein klares ‚Nein'! 159
Der Trugschluss bezüglich rudimentärer Organe
Über lange Zeit hinweg tauchte das Konzept der "rudimentären Organe"
häufig als "Beweis" für die Evolution in der evolutionistischen
Literatur auf. Allmählich wurde es still und leise zur Ruhe gelegt,
als sich herausstellte, dass es falsch war. Einige Evolutionisten
jedoch halten immer noch daran fest, und von Zeit zu Zeit macht
immer wieder irgend jemand einen Versuch, die "rudimentären Organe"
als wichtigen Beweis für die Evolution auszugeben.
Die Idee der "rudimentären Organe" tauchte zuerst vor etwa 100
Jahren auf. Die Evolutionisten nahmen an, dass in den Körpern von
einigen Geschöpfen eine Anzahl von nicht-funktionellen Organen vorhanden
seien. Diese, angeblich von Vorfahren geerbten Organe hatten allmählich
ihre Funktion verloren, da sie nicht benützt worden waren.
Diese Annahme ist ganz und gar unwissenschaftlich und beruht vollständig
auf Wissenslücken. Diese "nicht-funktionellen Organe" waren
in Wirklichkeit Organe, deren "Funktionen noch nicht entdeckt
worden waren". Der eindeutigste Hinweis darauf ist die allmähliche,
jedoch substanzielle Schrumpfung der langen Liste der rudimentären
Organe, die die Evolutionisten zusammengestellt hatten. S. R. Scadding,
der selbst ein Evolutionist ist, bestätigt diese Tatsache in einem
Artikel unter der Überschrift: "Können rudimentäre Organe einen
Beweis für die Evolution darstellen?" [Can vestigial organs constitute
evidence for evolution?], der in der Zeitschrift Evolutionary Theory
veröffentlicht wurde:
Da es nicht möglich ist nutzlose Strukturen
eindeutig zu identifizieren, und da die Struktur des angewandten
Arguments nicht wissenschaftlich ist, komme ich zu der Schlussfolgerung,
dass "rudimentärer Organe" keinen ausgesprochenen Beweis für die
Evolutionstheorie liefern.160
Die Liste der rudimentären Organe, die 1895
von dem deutschen Anatomiker R. Wiedersheim zusammengestellt wurde
enthielt etwa 100 Organe, einschließlich des Blinddarms und des
Steißbeins. Im Verlauf des wissenschaftlichen Fortschritts wurde
entdeckt, dass alle Organe in Wiedersheims Liste tatsächlich sehr
wichtige Funktionen im Körper ausübten. Es wurde z.B. entdeckt,
dass der Blinddarm, der als ein "rudimentäres Organ" gegolten hatte
tatsächlich ein lymphoides Organ war, das Infektionen im Körper
bekämpfte. Diese Tatsache wurde 1997 enthüllt: "Andere Organe und
Gewebe des Körpers - Thymus, Leber, Milz, Blinddarm, Knochenmark,
und kleinere Anhäufungen von lymphatischem Gewebe, wie die Rachenmandeln
und der Peyersche Lymphfollikelhaufen im Dünndarm - sind ebenfalls
ein Teil des lymphatischen Systems. Auch sie helfen dem Organismus
Infektionen zu bekämpfen."161
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Die Auffassung, dass jegliche der sog. "rudimentären" Organe
überflüssig seien, erwies sich im Lauf der Zeit in jedem Fall
als unrichtig. In unserer Zeit stellte sich z.B. heraus, dass
die halbmondförmige Falte im Augenwinkel, die Darwin im "Ursprung
der Spezien" als eine rudimentäre Struktur bezeichnet hatte,
durchaus eine Funktion erfüllt, welche zu Darwins Zeiten jedoch
nicht bekannt war. Dieses Organ dient der Schmierung des Augapfels.
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Es wurde ebenfalls entdeckt, dass die Mandeln, die auch in der
Liste der rudimentären Organe aufgeführt waren, eine wichtige Rolle
im Schutz des Rachens gegen Infektionen spielten, speziell bis zur
Pubertät. Es stellte sich heraus, dass das Steißbein am unteren
Ende der Wirbelsäule die Knochen um das Becken unterstützt und ein
Verbindungs-punkt mehrerer kleiner Muskeln ist. In den darauf folgenden
Jahren wurde verstanden, dass der Thymus das Immunsystem im menschlichen
Körper in Gang setzt indem er die T-Zellen aktiviert, dass die Zirbeldrüse
die Sekretion einiger wichtiger Hormone betätigte, dass die Schilddrüse
das gleichmäßige Wachstum in Säuglingen und Kindern gewährleistete,
und dass die Hypophyse die ordnungsgemäße Tätigkeit vieler Hormondrüsen
kontrollierte. Alle diese Organe wurden einst für "rudimentäre Organe"
gehalten. Die halbmondförmige Falte im Augenwinkel auf die sich
Darwin als rudimentäre Struktur bezog dient in Wirklichkeit der
Reinigung und Schmierung des Augapfels.
Die Evolutionisten verfielen einem bedeutenden logischen Irrtum
in ihrer Aussage über die rudimentären Organe. Wie zuvor erklärt
war die Behauptung der Evolutionisten, dass die rudimentären Organe
in Lebewesen von ihren Vorgängern ererbt worden waren. Einige der
angeblich "rudimentären" Organe jedoch sind nicht in den lebenden
Spezien vorzufinden, von denen behauptet wird, sie seien die Vorgänger
des Menschen! Der Blinddarm z.B. ist in einigen Affenspezien, die
angeblich die Vorfahren des Menschen waren, nicht vorhanden. Der
bekannte Biologe H. Enoch, der die Theorie der rudimentären Organe
in Frage stellte, äußert sich folgendermaßen zu diesem logischen
Fehler:
Menschenaffen haben einen Blinddarm, wohingegen
ihre weniger unmittelbaren Verwandten, die niederen Gattungen
von Affen keinen besitzen; dann taucht er wieder bei den Beuteltieren,
wie dem Opossum (Beutelratte) auf. Wie erklären die Evolutionisten
dies?162
In einfachen Worten, das von den Evolutionisten vorgelegte Szenario
der rudimentären Organe beinhaltet eine Anzahl schwerwiegender
logischer Ungereimtheiten und hat sich auf alle Fälle als wissenschaftlich
falsch erwiesen. Es ist kein einziges ererbtes rudimentäres Organ
im menschlichen Körper vorhanden, da sich der Mensch nicht als
Ergebnis von Zufall evolutiv entwickelt hat, sondern in seiner
gegenwärtigen vollständigen und vollendeten Form erschaffen wurde.
Der Mythos der Homologie
Strukturelle Ähnlichkeiten zwischen verschiedenen Spezien werden
in der Biologie "Homologie" genannt. Die Evolutionisten versuchen
diese Ähnlichkeiten als Beweis für die Evolution geltend zu machen.
Darwin hatte die Vorstellung, dass Geschöpfe mit ähnlichen (homologen)
Organen eine evolutionäre Beziehung zueinander hatten, und dass
diese Organe von einem gemeinsamen Vorfahren ererbt sein mussten.
Da beide, Tauben und Adler Flügel hatten, sollten entsprechend seiner
Annahme Tauben und Adler, und in der Tat alle anderen Vögel mit
Flügeln von einem gemeinsamen Vorfahren abstammen.
Homologie ist ein irreführendes Argument, das vorgebracht wird,
obwohl es sich auf keine weiteren Indizien als eine offensichtliche
physische Ähnlichkeit stützt. Dieses Argument wurde in all den Jahren
seit Darwins Zeiten niemals auch nur durch eine einzige konkrete
Entdeckung bestätigt. In keiner der Erdschichten hat jemals irgendwer
ein Fossil des imaginären gemeinsamen Vorfahrens der Lebewesen mit
homologen Strukturen hervorgebracht. Im übrigen machen es die folgenden
Punkte eingehend klar, dass Homologie keinerlei Beweismaterial liefert,
dass Evolution stattgefunden habe:
1. Homologe Organe findet man in Lebewesen vollständig verschiedener
Spezien zwischen denen die Evolutionisten keinerlei evolutionäre
Beziehung erstellen können.
2. Die genetischen Codes von einigen Lebewesen mit homologen
Organen sind total unterschiedlich.
3. Die embryonale Entwicklung von homologen Organen in unterschiedlichen
Lebewesen unterscheidet sich gänzlich.
Wir wollen nun jeden dieser Punkte im einzelnen betrachten.
Ähnliche Organe in vollständig verschiedenen Spezien
Es gibt eine gute Anzahl von homologen Organen, eine gemeinsame
Charaktereigenschaft verschiedener Spezien darstellen, zwischen
denen die Evolutionisten keinerlei evolutionäre Beziehung aufstellen
können. Außer in Vögeln findet man z.B. Flügel auch in Fledermäusen,
die Säugetiere sind, in Insekten und sogar in einigen Dinosauriern,
die ausgestorbene Reptilien sind.
Ein weiteres, auffälliges Beispiel ist die ungeheure äußerliche
und strukturelle Ähnlichkeit die in den Augen verschiedener Lebewesen
beobachtet werden kann. Der Mensch und die Krake (Seepolyp) z.B.
sind zwei extrem verschiedene Spezien, zwischen denen kein evolutionäres
Verhältnis bestehen, oder vorgeschlagen werden kann, und dennoch
weisen die Augen beider, sowohl strukturell als auch funktionell
eine sehr weitgehende Ähnlichkeit auf. Diese und zahlreiche andere
Beispiele bestätigen, dass die evolutionistische Aussage, "homologe
Organe bewiesen dass lebende Spezien sich evolutiv von einem gemeinsamen
Vorfahren entwickelt haben", keinerlei wissenschaftliche Grundlage
hat.
Die homologen Organe sollten in der Tat eine peinliche Angelegenheit
für die Evolutionisten darstellen. Die Eingeständnisse des bekannten
Evolutionisten Frank Salisbury, welche in seinen Aussagen darüber,
wie extrem unterschiedliche Spezien zu sehr ähnlichen Augen kamen,
zutage traten, unterstreichen den Engpass, in dem sich die evolutionistische
Interpretation der Homologie befindet:
Selbst eine derart komplexe Struktur wie das
Auge tauchte mehrere Male auf; z.B. im Tintenfisch, in den Wirbeltieren
und in den Anthropoiden. Es ist schlimm genug den Ursprung solcher
Dinge einmal erklären zu müssen, doch der Gedanke daran, sie entsprechend
der modernen synthetischen Theorie mehrere Male hervorbringen
zu müssen, macht mich schwindelig.163
Es gibt sehr viele Geschöpfe, die trotz großer, physischer Ähnlichkeiten,
keine Ansprüche auf evolutionäre Verwandtschaft zulassen. Zwei große
taxonomische Säugetiergruppen, die plazentaren, und die Beuteltiere,
sind ein Beispiel dafür. Die Evolutionisten gestehen, dass diese
zwei Säugetiergruppen in der frühen Epoche der Säugetiere voneinander
trennten und total unabhängig weiterentwickelten. Es gibt jedoch
zahlreiche Tiere mit absolut ähnlicher Erscheinungsform jeweils
beiden dieser Taxons, von denen gesagt wird, sie seien völlig unterschiedlich.
Die amerikanischen Biologen Dean Kenyon und Percival Davis geben
folgenden Kommentar:
Entsprechend der Darwinschen Theorie gestaltete
sich das evolutionäre Muster für Wölfe, Katzen, Eichhörnchen,
Murmeltiere, Ameisenbären, Maulwürfe und Mäuse je zweimal: einmal
in plazentare Säugern, und dann völlig unabhängig in Beuteltieren.
Das läuft auf die höchst erstaunliche Behauptung hinaus, dass
ein spontaner, unkontrollierter Prozess von Mutation und natürlicher
Auslese auf irgend eine Weise mehrere Male identische Charaktermerkmale
in weit voneinander entfernten Organismen erzielte.164
Solch außergewöhnliche Ähnlichkeiten, welche die evolutionistischen
Biologen nicht in der Lage sind als Beispiele der "Homologie" anzuerkennen,
zeigen, dass ähnliche Organe keinen Beweis für die Hypothese der
gemeinsamen Abstammung darstellen.
Der genetische und embryologische Engpass der Homologie
Um das evolutionistische "Homologie"-Postulat glaubwürdig zu machen,
müssten ähnliche (homologe) Organe auch durch ähnliche (homologe)
DNS Codes bezeichnet sein, was sie jedoch nicht sind. In den meisten
Fällen ist die genetische Kodifizierung ganz verschieden, und außerdem
beziehen sich ähnliche genetische Codes in unterschiedlichen Organismen
oft auf total verschiedene Organe.
Michael Denton, ein australischer Professor
der Biochemie beschreibt in seinem Buch "Evolution: Eine Theorie
in der Krise" [Evolution: A Theory in Crisis] den genetischen Engpass,
dem die evolutionistische Interpretation der Homologie gegenübersteht:
"Homologe Strukturen sind oft durch nicht-homologe genetische Systeme
spezifiziert und das Konzept der Homologie kann selten bis zurück
in die Embryologie angewendet werden."165
Ein berühmtes Beispiel zu diesem Thema ist die, in fast allen evolutionistischen
Textbüchern zitierte "Fünf-Finger-Homologie". Tetrapoden, d.h. auf
dem Festland lebende Wirbeltiere, haben fünf Finger, bzw. Zehen
an ihren Vorder- und Hinterbeinen. Obwohl diese nicht immer das
Aussehen von fünf Fingern haben, wie wir sie gewohnt sind, werden
sie aufgrund ihrer Knochenstruktur als pentadactyl (fünf-fingrig)
angesehen. Die Vorder- und Hinterbeine der Frösche, Eidechsen, Eichhörnchen
oder Affen sind derart gestaltet. Die skelettale Struktur der Vögel
und Fledermäuse haben dieses grundsätzliche Design ebenfalls.
Die Evolutionisten haben behauptet, dass all diese Geschöpfe von
einem gemeinsamen Vorfahren abstammen, und dieses Postulat wurde
in fast allen grundsätzlichen Biologie-Quellen während des 20. Jh.
als starker Beweis für die Evolution aufgeführt. Genetische Entdeckungen
in den 80er Jahren widerlegten diesen evolutionistische Anspruch.
Es wurde erkannt, dass die pentadactylen Gliedmuster verschiedener
Geschöpfe von sehr unterschiedlichen Genen kontrolliert werden.
Der evolutionistische Biologe William Fix beschreibt den Zusammenbruch
dieser evolutionistischen Hypothese folgendermaßen:
Die älteren Textbücher der Evolution machen
viel Aufheben von der Idee der Homologie, indem sie auf die augenscheinlichen
Ähnlichkeiten zwischen den Skeletten der Glieder verschiedener
Tiere hinwiesen. So findet man das "pentadactyle" Gliedmuster
am Arm des Menschen, am Flügel des Vogels und an der Flosse des
Wals, und das wird als Hinweis auf einen gemeinsamen Vorfahren
gehalten. Wenn diese verschiedenen Strukturen nun durch den selben
Gen-Komplex übermittelt worden wären - von Zeit zu Zeit durch
Mutationen verändert und von natürlicher Auslese beeinflusst -
wäre die Theorie durchaus plausibel. Leider jedoch ist das nicht
der Fall. Es ist bekannt, dass homologe Organe durch vollständig
verschiedene Gen-Komplexe in verschiedenen Spezien erzeugt werden.
Das Konzept der Homologie in dem Sinn, dass ähnliche Gene von
einem gemeinsamen Vorfahren weitergegeben wurden, ist zusammengebrochen...166
Ein weiterer Aspekt in Bezug auf die Glaubwürdigkeit des evolutionistischen
Homologie-Postulats ist, dass die embryonale Entwicklung (die Entwicklungsstadien
im Ei oder in der Gebärmutter) von Spezien mit homologen Organen
Parallelen aufzeigen sollten, doch die Tatsache ist, dass die embryonale
Entwicklung solcher Organe in jeder lebenden Spezies ganz und gar
unterschiedlich ist.
Zusammenfassend sei bemerkt, dass die genetische und embryologische
Forschung bewiesen haben, dass das von Darwin formulierte Konzept
der Homologie als "Beweis der evolutiven Entwicklung der Lebewesen
von einem gemeinsamen Vorfahren" kann in keiner Weise als Beweis
bewertet werden. Es kann in dieser Hinsicht gesagt werden dass diese
darwinistische Hypothese sich aus wissenschaftlicher Sicht wiederholt
als falsch erwies.
Unrichtigkeit des Homologie-Postulats auf molekularer
Ebene
Die von den Evolutionisten vorgebrachten Argumente in bezug auf
einen Nachweis der Evolution auf der Grundlage der Homologie sind
nicht nur auf der Organ-Ebene, sondern auch auf molekularer Ebene
unhaltbar. Die Evolutionisten behaupten, dass die DNS Codes oder
Proteinstrukturen verschiedener lebender Spezien ähnlich seien,
und dass diese Ähnlichkeit Beweis dafür sei, dass diese lebenden
Spezien evolutionär von gemeinsamen Vorfahren oder voneinander abstammten.
In Wirklichkeit jedoch begünstigen
die Ergebnisse der molekularen Vergleiche die Evolutionstheorie
nicht im geringsten. Es bestehen enorme molekulare Unterschiede
zwischen Geschöpfen, die große Ähnlichkeiten aufzeigen und miteinander
verwandt erscheinen könnten. Die Struktur des Cytochrom C, z.B.
eines Proteins, das eine entscheidende Rolle in der Atmung spielt,
ist unglaublich unterschiedlich in Lebewesen der selben Gattung.
Entsprechend Forschungsbefunden auf diesem Gebiet ist der Unterschied
zwischen zwei bestimmten Reptilienspezien größer als der zwischen
einem Vogel und einem Fisch, oder zwischen einem Fisch und einem
Säugetier. Eine andere Studie hat ergeben, dass die molekularen
Unterschiede zwischen einigen Vögeln größer sind als die zwischen
den selben Vögeln und Säugetieren. Es wurde ferner entdeckt, dass
der molekulare Unterschied zwischen Bakterien, die sehr ähnlich
zu sein scheinen, größer ist als der Unterschied zwischen Säugetieren
und Amphibien oder Insekten.167 Ähnliche Vergleiche
wurden in bezug auf Hämoglobin, Myoglobin, Hormone und Gene angestellt,
die zu ähnlichen Ergebnissen führten.168
Bezüglich dieser und anderer dazu relevanten Forschungsergebnisse
kommentiert Dr. Michael Denton:
Auf der molekularen Ebene ist jede Klasse
einzigartig, isoliert und ohne Verbindung zu Zwischenstadien.
Somit haben die Moleküle in gleicher Weise wie die Fossilien versagt,
die von den evolutionistischen Biologie so lange gesuchten, unerfassbaren
Zwischenstadien hervorzubringen...auf der molekularen Ebene ist
kein Organismus "abstammend" oder "primitiv" oder "fortgeschritten"
im Vergleich mit seinen Verwandten... Es kann nur wenig Zweifel
bestehen, dass, falls dieser molekulare Beweis vor einem Jahrhundert
zugänglich gewesen wäre, die Idee der organischen Evolution niemals
Anklang gefunden hätte.169
| 
Professor Michael Denton: "
Die Evolution ist eine Theorie in der Krise"
|
Die in den 90er Jahren betriebene Forschung
bezüglich der genetischen Codes von Lebewesen verschlimmerte das
Dilemma in dem sich die Evolutionstheorie in dieser Hinsicht befand
noch weiter. In Experimenten wurden anstatt der früher erstellten
Vergleiche von bloßen Protein-Sequenzen, "ribosomale RNS"-Folgen
(r-RNS) verglichen, wodurch schließlich ein "evolutionärer Baum"
erstellt werden sollte. Die Ergebnisse waren jedoch enttäuschend
für die Evolutionisten. Nach Aussagen der französischen Biologen
Hervé Philippe und Patrick Forterre verhielt es sich folgendermaßen:
"…mit mehr und mehr zugänglichen Sequenzen stellte es sich heraus,
dass sich die meisten Protein-Phylogenien sowohl untereinander,
als auch dem r-RNS-Baum widersprachen."170
Neben den r-RNS-Vergleichen, wurden auch die DNS-Codes der Gene
von Lebewesen verglichen, doch hier ergaben die Resultate das Gegenteil
des a priori angenommenen evolutionären "Baums des Lebens". Die
Molekularbiologen James Lake, Ravi Jain und Maria Rivera erörterten
das 1999 in einem Artikel:
Wissenschaftler begannen eine Auswahl von
Genen verschiedener Organismen zu analysieren, und fanden, dass
das Verhältnis zwischen ihnen, dem von der r-RNS-Analyse alleine
abgeleiteten evolutionären Baum des Lebens widersprach.171
Weder die Vergleiche von Proteinen, noch die von r-RNS oder Genen
bestätigen die Prämissen der Evolutionstheorie. Carl Woese, ein
geachteter Biologe der Universität von Illinois, hat dazu folgendes
zu sagen:
Von den vielen bisher erzeugten Protein-Phylogenien
ist noch keine zusammenhängende organismische Phylogenie hervorgegangen.
Phylogenetische Ungereimtheiten zeigen sich überall in dem universellen
Baum, von seinen Wurzeln zu den Hauptabzweigungen, innerhalb und
zwischen den verschiedenen Gruppen, bis hin zur Aufmachung der
primären Gruppierungen selbst.172
Die Tatsache, dass molekulare Vergleiche nicht für, sondern eher
gegen die Evolutionstheorie sprechen, wird auch in einem, 1999 in
der Zeitschrift Science Magazine, unter dem Titel "Ist es Zeit dem
Baum des Lebens die Axt anzulegen?"[Is it Time to Uproot the Tree
of Life?] veröffentlichten Beitrag eingestanden. Dieser Beitrag
von Elizabet Pennisi erklärt, dass die genetischen Analysen und
Vergleiche, die von darwinistischen Biologen unternommen worden
waren, um den "Baum des Lebens" verständlich zu machen, in der Tat
genau entgegengesetzte Ergebnisse brachten, und besagt, dass "neue
Daten das evolutionäre Bild trüben":
Vor einem Jahr untersuchten Biologen neugebildete
Sequenzen in Genomen von über einem Dutzend Mikroorganismen, in
der Hoffnung, dass diese neuen Daten die allgemein anerkannten
Verhaltensmuster der frühen Geschichtsepochen des Lebens unterstützen
mögen, doch was sie sahen verwirrte sie. Vergleiche der zu jenem
Zeitpunkt vorhandenen Genome brachten nicht nur keine Klarheit
in das Bild dessen, wie sich die Hauptgruppierungen evolutiv entwickelt
hatten, sondern machten es noch unklarer. Und nun, mit weiteren
acht, zur Verfügung stehenden mikrobischen Sequenzen wurde die
Situation noch mehr verwirrend... Viele evolutionistische Biologen
hatten geglaubt, sie könnten einen groben Umriss der Anfänge der
drei Naturreiche sehen... Als vollständige DNS-Folgen es ermöglichten
andere Arten von Genen zu vergleichen, erwarteten die Forscher,
dass sie diesem Baum lediglich Einzelheiten hinzufügen würden.
Doch "Nichts könnte der Wahrheit ferner liegen", sagt Claire Fraser,
Leiter des Instituts für Genom-Forschung (TIGR) in Rockville,
Maryland. Die Vergleiche haben statt dessen viele Versionen des
Baums des Lebens hervorgebracht, die von dem r-RNS-Baum abweichen
und ebenso untereinander in Konflikt stehen...173
Je weiter die Forschung betrieben wird, desto mehr verliert das
Homologie-Konzept an Boden. Vergleiche von Proteinen, r-RNS und
Genen bringen es an den Tag, dass Geschöpfe, die laut der Evolutionstheorie
angeblich nahe Verwandten sind, sich in Wirklichkeit vollständig
voneinander unterscheiden. Eine im Jahr 1996 unternommene Studie
mit 88 Protein-Sequenzen gruppierte Kaninchen mit Primaten anstatt
mit Nagetieren; eine im Jahr 1998 durchgeführte Analyse von 13 Genen
in 19 Tierarten reihte den Seeigel unter die Chordaten ein, und
eine andere, an 12 Proteinen unternommene Studie im Jahr 1998 placierte
Kühe näher zu Walen als zu Pferden. Der Molekularbiologe Jonathan
Wells fasst die Situation folgendermaßen zusammen:
Ungereimtheiten an Stammbäumen, die auf verschiedenen
Molekülen beruhen, und die bizarren Stammbäume die sich aus einigen
Molekularanalysen ergeben, haben nunmehr die molekulare Phylogenie
in eine Krise gestürzt.174
Der Mythos der embryonalen Rekapitulation
| 
Haeckel war ein fanatischer
Evolutionist der selbst Darwin in vieler Hinsicht an Eifer
übertraf. Aus diesem Grund scheute er sich nicht wissenschaftliche
Daten zu verdrehen und mehrere Fälschungen herzustellen.
|
Was einst als die "Rekapitulationstheorie" bekannt war, ist seit langem
aus der wissenschaftlichen Literatur gestrichen worden; nichtsdestoweniger
wird diese Theorie immer noch als wissenschaftliche Realität in einigen
evolutionistischen Veröffentlichungen dargestellt. Der Ausdruck "Rekapitulation"
ist eine Summierung des Spruchs "Ontogenie rekapituliert Phylogenie",
der von dem evolutionistischen Biologen Ernst Haeckel zum Ende des
19. Jh. geprägt wurde. Diese von Haeckel vorgebrachte Theorie
besagt, dass lebende Embryos den Evolutionsprozess nachvollziehen,
den ihre Pseudo-Vorfahren unterliefen. Er stellte die Theorie auf,
dass das menschliche Embryo während seiner Entwicklung im Uterus
der Mutter zuerst die Charaktermerkmale eines Fisches, dann die
eines Reptils und letztlich die des Menschen aufzeige.
Seit dann wurde über die Jahre hinweg bewiesen, dass diese Theorie
ein absoluter Humbug war. Es ist nun bekannt, dass die "Kiemen",
die sich angeblich in den frühen Stadien des menschlichen Embryos
zeigten tatsächlich die ersten Entwicklungsphasen des Mittelohrkanals,
der Nebenschilddrüse und des Thymus darstellen. Das embryonale Teil,
das mit dem "Dottersack" in Verbindung gebracht worden war stellte
sich als ein Sack heraus der Blut für das Embryo erzeugte. Der Teil,
der von Haeckel und seinen Anhängern als "Schwanz" identifiziert
worden war ist tatsächlich das Rückgrat, das nur insofern einem
Schwanz ähnlich sieht, als es sich bildet bevor die Beine Form annehmen.
Dies sind universell anerkannte wissenschaftliche Tatsachen, die
selbst von Evolutionisten nicht bestritten werden. George Gaylord
Simpson, einer der Gründer des Neo-Darwinismus schreibt:
Haeckel gab eine Fehldarstellung des beteiligten
evolutionären Prinzips. Es ist nunmehr mit Sicherheit erwiesen,
dass Ontogenie keine Wiederholung der Phylogenie ist.175
In einem, in der Zeitschrift American Scientist veröffentlichten
Artikel war zu lesen:
Zweifellos, das biogenetische Gesetz ist
tot. In den 50er Jahren (des vergangenen Jahrhunderts) wurde
es endgültig aus den Lehrbüchern der Biologie verbannt; als ein
Thema ernsthafter theoretischer Untersuchung war es bereits in
den 20er Jahren ausgestorben.176
Ein weiterer interessanter Aspekt der Rekapitulation ist Ernst
Haeckel selbst, ein Scharlatan, der seine Zeichnungen verfälschte
um die Theorie zu unterstützen, die er vertrat. Haeckels
Verfälschungen illustrierten auf trügerische Weise, dass das menschliche
Embryo einem Fisch gleichsähe. Als dies bloßgestellt wurde war die
einzige Verteidigung die er vorbringen konnte, dass andere Evolutionisten
ähnliche Schandtaten vollbracht hätten:
Nach diesem Kompromissgeständnis der "Verfälschung"
wäre ich verpflichtet, mich verdammt und zerstört zu fühlen,
hätte ich nicht den Trost, neben mir auf der Anklagebank Hunderte
von Mitschuldigen sitzen zu sehen, unter ihnen viele der verlässlichsten
Beobachter und Biologen von bestem Ruf. Die überwiegende Mehrzahl
aller Tafeln in den besten Lehrbüchern der Biologie, den Abhandlungen
und Berichten würden in gleicher Weise die Anschuldigung der "Verfälschung"
verdienen, denn sie sind alle ungenau und mehr oder weniger verfälscht,
schematisiert und konstruiert.177

MENSCHLICHE FÖTUSSE HABEN KEINE KIEMENSCHLITZE
Einst als Vererbung von
vergangenen Vorfahren interpretiert, wurden die Falten am
menschlichen Fötus neu definiert. Es hat sich erwiesen,
dass menschliche Embryos die "menschliche Evolutionsgeschichte"
nicht nachvollziehen. |
Es gibt in der Tat "Hunderte von Mitschuldigen, unter ihnen viele
der verlässlichsten Beobachter und Biologen von bestem Ruf" deren
Studien voll von auf Vorurteilen beruhenden Folgerungen, falschen
Darstellungen und selbst mutwilligen Fälschungen sind, und zwar
deshalb, weil sie sich selbst konditioniert haben, die Evolutionstheorie
zu verfechten obwohl keine Spur von wissenschaftlichem Beweis vorliegt,
der sie unterstützen würde.
  

150. Loren C. Eiseley, The
Immense Journey, Vintage Books, 1958, S. 186 
151. Charles Darwin, The Origin of Species: A
Facsimile of the First Edition, Harvard University Press, 1964,
S. 184 
152. Norman Macbeth, Darwin Retried: An Appeal
to Reason, Harvard Common Press, New York: 1971, S. 33 
153. Ebd., S. 36 
154. Loren Eiseley, The Immense Journey, Vintage
Books, 1958. S. 227 
155. Dr. Lee Spetner, Lee Spetner/Edward Max Dialogue:
Continuing an exchange with Dr. Edward E. Max, 2001, http://www.trueorigin.org/spetner2.asp

156. Ebd. 
157. Ebd. 
158. Francisco J. Ayala, "The Mechanisms of Evolution",
Scientific American, Bd. 239, September 1978, S. 64 
159. Dr. Lee Spetner, Lee Spetner/Edward Max Dialogue:
Continuing an exchange with Dr. Edward E. Max, 2001, http://www.trueorigin.org/spetner2.asp

160. S. R. Scadding, "Do 'Vestigial Organs' Provide
Evidence for Evolution?", Evolutionary Theory, Bd. 5, Mai 1981,
S. 173 
161. The Merck Manual of Medical Information,
Home edition, New Jersey, Merck & Co., Inc. The Merck Publishing
Group, Rahway, 1997 
162. H. Enoch, Creation and Evolution, New York:
1966, S. 18 f. 
163. Frank Salisbury, "Doubts About the Modern
Synthetic Theory of Evolution", American Biology Teacher, September
1971, S. 338 
164. Dean Kenyon & Percival Davis, Of Pandas and
People: The Central Question of Biological Origins, Dallas, Haughton
Publishing, 1993, S. 33 
165. Michael Denton, Evolution: A Theory in Crisis,
London, Burnett Books, 1985, S. 145 
166. Fix, William, The Bone Peddlers: Selling
Evolution, New York, Macmillan Publishing Co., 1984, S. 189 
167. W. R. Bird, The Origin of Species Revisited,
Thomas Nelson Co., Nashville: 1991, S. 98 f.; Percival Davis, Dean
Kenyon, Of Pandas and People, Haughton Publishing Co., 1990, S.
35 ff. 
168. W. R. Bird, The Origin of Species Revisited,
S. 98 f., 199 ff. 
169. Michael Denton, Evolution: A Theory in Crisis,
London, Burnett Books, 1985, S. 290 f. 
170. Hervé Philippe und Patrick Forterre, "The
Rooting of the Universal Tree of Life is Not Reliable", Journal
of Molecular Evolution, Bd. 49, 1999, S. 510 
171. James Lake, Ravi Jain ve Maria Rivera, "Mix
and Match in the Tree of Life", Science, Bd. 283, 1999, S. 2027

172. Carl Woese, "The Universel Ancestor", Proceedings
of the National Academy of Sciences, USA, 95, 1998, S. 6854 
173. Ebd. 
174. Jonathan Wells, Icons of Evolution, Regnery
Publishing, 2000, S. 51 
175. G. G. Simpson, W. Beck, An Introduction to
Biology, New York, Harcourt Brace and World, 1965, S. 241 
176. Keith S. Thompson, "Ontogeny and Phylogeny
Recapitulated", American Scientist, Bd. 76, Mai/Juni 1988, S. 273

177. Francis Hitching,
The Neck of the Giraffe: Where Darwin Went Wrong, New York: Ticknor
and Fields 1982, S. 204
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