DAS SZENARIO DER MENSCHLICHEN EVOLUTION
Aus den vorausgehenden Kapiteln ging hervor, dass es keinen Mechanismus
in der Natur gibt, der Lebewesen veranlassen würde, sich evolutiv
fortzuentwickeln, und dass alle lebenden Spezien nicht aufgrund
eines evolutiven Vorgangs, sondern unmittelbar in ihrer gegenwärtigen
vollkommenen Struktur ins Dasein traten, d.h. sie wurden individuell
erschaffen. Es ist daher offensichtlich, dass auch "menschliche
Evolution" eine Fiktion ist die sich niemals zugetragen hat.
Was ist also die Grundlage auf der die Evolutionisten ihre Geschichte
vortragen?
Die Grundlage sind eine große Anzahl von Ausgrabungsfunden, die
den Evolutionisten es ermöglichen, imaginäre Interpretationen darauf
aufzubauen. Im Lauf der Weltgeschichte lebten etwa 6000 Affenspezien
wovon die meisten, d.h. bis auf nur noch etwa 120 heutzutage
existierende, ausgestorben sind. Diese, zum größten Teil ausgestorbenen
6000 Affenspezien bilden eine reiche Fundgrube für die Evolutionisten.
Die Evolutionisten schrieben ihr Drehbuch der menschlichen Evolution,
indem sie einige der Schädel, die ihrem Zweck dienten, in einer
ansteigenden Größenanordnung vom kleinsten zum größten aufreihten,
mit einigen Schädeln von vergangenen Menschenrassen darunter verstreut.
Entsprechend dieses Szenarios, haben die Menschen und Menschenaffen
gemeinsame Vorfahren. Diese Geschöpfe entwickelten sich evolutiv
im Lauf der Zeit weiter, und einige von ihnen wurden zu den Menschenaffen
unserer Zeit, wobei eine andere Gruppe, die einer anderen Evolutionsbranche
folgte zum neuzeitlichen Menschen wurde.
Alle paläontologischen, anatomischen und biologischen Befunde jedoch
haben gezeigt, dass diese Behauptung einer Evolution ebenso fiktiv
und unhaltbar ist, wie all die anderen. Kein einwandfreier oder
echter Beweis wurde vorgelegt, der gezeigt hätte, dass eine Verwandtschaft
zwischen dem Menschen und dem Menschenaffen bestünde, nur Fälschungen,
Verdrehungen, irreführende bildliche Darstellungen und Kommentare.
Der Fossilnachweis deutet daraufhin, dass soweit die Geschichte
zurückreicht, der Mensch immer Mensch war und der Affe immer Affe.
Einige der Fossilien von welchen die Evolutionisten behaupten, sie
seien von Vorfahren des Menschen, gehören zu Menschenrassen, die
bis vor relativ kurzer Zeit - etwa vor 10000 Jahren - lebten und
dann verschwanden. Darüber hinaus haben viele der gegenwärtig lebenden
menschlichen Gesellschaften die gleiche körperliche Gestalt und
die gleichen Charaktermerkmale wie jene ausgestorbenen Menschenrassen,
von denen die Evolutionisten behaupten, sie seien die Vorgänger
des Menschen gewesen. All dies ist ein klarer Beweis, dass der Mensch
niemals während irgend einer Geschichtsepoche einem evolutiven Prozess
ausgesetzt war.
Das Wichtigste von allem ist, dass eine Vielfalt von Unterschieden
in der menschlichen Anatomie und der des Menschenaffen bestehen,
keiner von welchen derart ist, dass er durch einen evolutiven Vorgang
zustande kommen hätte können. "Zweibeinigkeit" ist einer
davon. Wie später im Einzelnen beschrieben werden wird, ist Bipedalismus
eine Eigenart des Menschen, und eine der wichtigsten Charaktermerkmale,
die den Menschen von anderen Säugetieren unterscheidet.
Der imaginäre Stammbaum des Menschen
Die darwinistischen Postulate sagen aus, dass der heutige Mensch
sich evolutiv aus einer Art affenähnlichem Geschöpf entwickelt hat.
Im Lauf dieses angeblichen evolutiven Prozesses, dessen angenommener
Beginn etwa 4 - 5 Millionen Jahre zurückliegt, soll es einige "Übergangsformen"
zwischen dem neuzeitlichen Menschen und seinen Vorfahren gegeben
haben. Entsprechend dieses total imaginären Szenarios, werden vier
grundsätzliche Kategorien aufgeführt:
1. Australopithecine (Mehrzahl von Australopithecus)
2. Homo habilis
3. Homo erectus
4. Homo sapiens
Die Evolutionisten nennen den sogenannten ersten gemeinsamen Vorfahren
des Menschen und Affen "Australopithecus", was soviel wie
"südafrikanischer Affe" bedeutet. Australopithecus, welches nichts
anderes als eine vorzeitliche, nun ausgestorbene Affengattung war,
hatte verschiedene Arten. Einige davon waren stark gebaut, andere
hatten einen kleinen und schlanken Körperbau.
EIN
EINZIGER KIEFERKNOCHEN ALS FUNKE DER INSPIRATION
Das erste entdeckte Ramapithecus Fossil:
Ein fehlender, aus zwei Teilen (rechts) zusammengesetzter
Kiefer.Die Evolutionisten stellten anmaßend den Ramapithecus
mitsamt Familie und der Umgebung in der er lebte dar, wobei
sie sich lediglich auf diese Kieferknochen stützten. |
Die nächste Stufe der menschlichen Evolution wird von den Evolutionisten
als "homo", d.h. "Mensch" klassifiziert. Entsprechend der
evolutionistischen Behauptung sind die Lebewesen der Homo-Serie
höher entwickelt, als Australopithecus, und nicht sehr unterschiedlich
vom heutigen Menschen. Der neuzeitliche Mensch, d.h. Homo sapiens
hat sich angeblich im letzten Stadium der Evolution dieser Spezies
herausgebildet.
Fossilien wie der "Java Mensch", der "Peking Mensch"
und "Lucy", die hin und wieder in den Medien erwähnt werden,
und in Publikationen und Lehrbüchern der Evolutionisten zu finden
sind, gehören der einen oder anderen der vier oben aufgeführten
Spezien an. Diese Spezien sollen sich angeblich auch weiter in Unterarten
verzweigen.
Einige der Übergangsform-Kandidaten der Vergangenheit,
wie etwa Ramapithecus, mussten vom Stammbaum der imaginären menschlichen
Evolution gestrichen werden, nachdem es sich herausstellte, dass
sie gewöhnliche Affen waren.69
Indem die Evolutionisten die Evolutionskette
in dieser Weise als "Australopithecine > Homo habilis > Homo erectus
> Homo sapiens" auslegen, besagen sie damit, dass jede dieser Spezien
der Vorläufer der darauf folgenden war. Die neuesten Entdeckungen
einiger Paläo-Anthropologen haben jedoch enthüllt, dass Australopithecine,
Homo habilis und Homo erectus in verschiedenen Teilen der Welt zur
gleichen Zeit existierten. Überdies hat ein bestimmter Teil der
als Homo erectus eingegliederten Menschen bis in sehr neuzeitliche
Epochen gelebt. Die Zeitschrift Science berichtete in einem Artikel
unter der Überschrift "Letzter Homo erectus von Java: Möglicher
Zeitgenosse des Homo sapiens in Südostasien", dass Homo erectus
Fossilien, die auf Java gefunden worden waren ein Durchschnittsalter
von 27 ± 2 bis 53.3 ± 4 Tausend Jahre haben, und dass sich damit
die Möglichkeit erhebe, dass sich H. erectus zeitmäßig mit anatomisch
modernen Menschen (H. sapiens) in Südostasien überlagert habe.70
Überdies lebten Homo sapiens neandertalensis und Homo sapiens sapiens
(der Mensch der Moderne) im selben geographischen Gebiet nebeneinander.
Diese Situation macht die Behauptung, dass einer des anderen Nachkommen
war offensichtlich zunichte.
In sich selbst haben alle Entdeckungen und wissenschaftliche Forschung
enthüllt, dass der Fossilnachweis keinen evolutiven Prozess andeutet,
wie er von den Evolutionisten vorgegeben wird. Die Fossilien, die
von den Evolutionisten als die Vorläufer des Menschen ausgegeben
werden, gehören tatsächlich entweder verschiedenen menschlichen
Rassen an, oder Affenspezien.
Nun erhebt sich die Frage, welche der Fossilien menschlichen Ursprungs
sind, und welche von Affen stammen? Und ferner: Ist es jemals möglich,
irgendwelche davon als Übergangsformen betrachten zu können? Um
die Antworten darauf zu finden, wollen wir uns jede der Kategorien
etwas näher betrachten.
Australopithecus : Eine Affenspezies
Australopithecus, die erste Kategorie, heißt übersetzt "der südliche
Affe". Es wird angenommen, dass diese Geschöpfe zuerst vor etwa
4 Millionen Jahren in Afrika auftauchten, und dass es sie bis vor
einer Million Jahren gab. Von den Australopithecinen gibt es einige
Klassen. Die Evolutionisten vermuten, dass A. Afarensis die älteste
Australopithecus Spezies ist, gefolgt von A. Africanus, welche eine
schmälere Knochenstruktur aufweist, und dann schließlich A. Robustus,
die relativ größere Knochen hat. A. Boisei wird von einigen Forschern
als eine weitere Spezies angesehen, während andere sie als eine
Unter-Spezies von A. Robustus betrachten.
Alle der Australopithecus Spezien sind ausgestorbene Menschenaffen,
die den gegenwärtigen Affen sehr ähnlich sind. Ihre Gehirnmasse
war die gleiche oder geringer als die der heutigen Schimpansen.
Sie hatten vorstehende Ansätze an den Händen und Füßen die ihnen
zum Erklettern der Bäume dienten, und ihre Füße besaßen Umklammerungsfähigkeit
um sich an Ästen festzuhalten, in der gleichen Weise wie die neuzeitlichen
Schimpansen es können. Sie waren kleinwüchsig (bis zu 130 cm), und
wie bei den heutigen Schimpansen war der männliche Australopithecus
größer als der weibliche. Viele Charaktermerkmale, wie die Einzelheiten
des Schädels, die nahe zusammenstehenden Augen, scharfe Backenzähne,
die Mandibular-Struktur, lange Arme und kurze Beine sind ein Beweis,
dass diese Lebewesen sich nicht von den heutigen Affen unterschieden.
|
Australopithecus
aferensis: Ein ausgestorbener Affe

Das
erste Fossil, das angeblich der Australopithecus aferensis
Spezies zugehört - AL 288-1 oder "Lucy" - wurde in Hadar
in Äthiopien gefunden. Für lange Zeit machten die Evolutionisten
große Anstrengungen zu beweisen, dass Lucy des aufrechten
Gangs fähig war, doch die jüngsten Forschungsergebnisse
haben mit Sicherheit bestätigt, dass dieses Geschöpf ein
gewöhnlicher Affe mit gebeugtem Gang war.

Das
unten abgebildete Fossil AL 333-105 gehört einem jüngeren
Mitglied der Spezies Australopithecus aferensis zu,
weshalb die Stirnvorsprünge an seinem Schädel noch nicht
ausgebildet waren.
| AUSTRALOPITHECUS |
MODERNER SCHIMPANSE |
| |
|
Das
oben abgebildete Fossil AL 444-2 ist der Schädel eines Australopithecus
aferensis, und unten ist der Schädel eines heutigen Affen
abgebildet. Die offensichtliche Ähnlichkeit bestätigt, dass
A. aferensis eine gewöhnliche Affenspezies ohne irgend welche
menschliche Wesenszüge war.
|
Die Evolutionisten behaupten, dass die Australopithecine, obwohl
sie die Anatomie von Affen hatten, ungleich diesen aufrecht liefen,
wie Menschen.
Diese Behauptung des "aufrechten
Gangs" ist in der Tat eine Ansicht, die von Paläo-Anthropologen
wie Richard Leakey und Donald C. Johanson seit Jahrzehnten vertreten
wurde. Eine große Anzahl von Wissenschaftlern jedoch führten ausgiebige
Forschungsstudien an den Skelettstrukturen der Australopithecine
durch, und zeigten, dass dieses Argument unhaltbar ist. Lord Solly
Zuckerman und Prof. Charles Oxnard, zwei weltbekannte Anatomen aus
England und den USA führten weitreichende Forschungsarbeiten an
verschiedenen Australopithecus Exemplaren durch, welche zeigten,
dass diese Geschöpfe nicht in aufrechter Haltung in der Art des
Menschen einhergingen. Nach 15-jährigem Studium der Fossilknochen,
welches von der britischen Regierung getragen wurde, kamen Lord
Zuckerman und sein Team von 5 Fachleuten zu dem Schluss, dass Australopithecus
eine Affenart war, und definitiv nicht als bipedal gelten konnte,
trotz der Tatsache, dass Zuckerman selbst ein Evolutionist war.71
In Übereinstimmung damit gliederte auch Charles E. Oxnard, ein anderer,
für seine Forschung auf diesem Gebiet berühmter Evolutionist, die
Knochenstruktur des Australopithecus in die gleiche Kategorie, wie
die des modernen Orang-Utan ein.72
Kurz zusammengefasst: Australopithecine haben keine Verbindung
mit dem Menschen, sie sind lediglich eine ausgestorbene Affenspezies.
Homo Habilis: Der Menschenaffe, der als Mensch
vorgestellt worden war
Die große Ähnlichkeit der skelettalen und kranialen Strukturen
des Australopithecus und des Schimpansen, und die Widerlegung der
Behauptung, dass der erstere aufrecht einherging, stellte die evolutionistischen
Paläo-Anthropologen vor ein großes Problem. Der Grund dafür war,
dass entsprechend des imaginären Evolutionsschemas Homo erectus
nach den Australopithecinen aufgetreten wäre. Wie der Begriff "Homo",
der "Mensch" oder "menschlich" bedeutet, anzeigt, ist Homo erectus
eine menschliche Wesensklasse, die ein gerades Skelett besitzt.
Sein kraniales Fassungsvermögen ist doppelt so groß wie das des
Australopithecus. Ein direkter Übergang vom Australopithecus, der
ein Schimpansen-ähnlicher Affe war, zum Homo erectus, welcher
ein Skelett hat, das sich von dem des modernen Menschen nicht unterscheidet,
kam selbst entsprechend der Evolutionstheorie nicht in Frage. Daher
wurden "Verbindungsglieder", d.h. "Übergangsformen" notwendig. Das
Konzept des Homo habilis entsprang dieser Notwendigkeit.
|
Homo
Habilis: Ein anderer ausgestorbener Affe
Die Evolutionisten
vertraten für lange Zeit das Argument, dass das Geschöpf,
das sie Homo habilis benannt hatten, des aufrechten Gangs
fähig gewesen war. Sie wähnten, sie hätten das Verbindungsglied
zwischen Affen und Menschen gefunden. Die neuen Fossilien
des Homo habilis, die Tim White 1986 ausgrub und als OH
62 kennzeichnete, widerlegten jedoch diese Annahme. Diese
Fossilfragmente ergaben, dass Homo habilis lange Arme und
kurze Beine hatte, geradeso wie moderne Affen. Diese Ausgrabung
widerlegte die Behauptung, dass Homo habilis ein zweibeiniges,
aufrechtgehendes Lebewesen war. In Wirklichkeit war es nichts
anderes als eine weitere Affenspezies.
Das
links unten abgebildete "OH 7 Homo habilis" war dasjenige
Fossil der Spezies, in dem die mandibulären Merkmale am
besten ausgeprägt waren. Das Kieferfossil hat große Schneidezähne.
Die Backenzähne sind klein. Die Form der Mandibula ist viereckig.
Alle diese Eigenschaften lassen der Unterkiefer dem der
modernen Affen sehr ähnlich erscheinen. In anderen Worten,
Die Mandibula des ‚Homo habilis' bestätigt es nochmals,
dass dieses Wesen tatsächlich ein Affe war.
|
Die Klassifizierung Homo habilis wurde in den 60er Jahren von den
Leakeys geprägt, die als gesamte Familie "Fossiljäger" waren. Laut
den Leakeys hatte diese neue Spezies, die sie als Homo habilis klassifizierten
eine relativ große Gehirnschale, die Fähigkeit aufrecht zu gehen
und Stein- und Holzwerkzeuge zu und konnte deshalb der Vorfahre
des Menschen gewesen sein.
Neue Ausgrabungsfunde der selben Spezies zu Ende der 80er Jahre
sollten diese Ansicht total ändern. Einige Forscher, wie Bernard
Wood und C. Loring Brace, die sich auf diese neuerlich entdeckten
Fossilien stützten, erklärten, dass Homo habilis, was soviel
bedeutet wie "Mensch, der befähigt ist Werkzeuge zu benützen", hätte
als Australopithecus habilis klassifiziert werden sollen - "südlicher
Affe, befähigt Werkzeuge zu benützen" - denn Homo habilis hätte
viele gemeinsame Charaktereigenschaften mit dem Affen namens Australopithecus.
Er hatte lange Arme, kurze Beine und eine affenartige Skelettstruktur,
geradeso wie die Australopithecine. Seine Finger und Zehen waren
geeignet zum Klettern. Seine Mandibular-Struktur war der der heutigen
Affen sehr ähnlich. Sein durchschnittlich 600 ccm großes Kranial-Volumen
war ebenfalls ein Hinweis darauf, dass er ein Affe war. Kurz gefasst,
Homo habilis, der von einigen Evolutionisten als eine unterschiedliche
Spezies ausgegeben worden war, war in Wirklichkeit nur eine weitere
Affenspezies wie all die anderen Australopithecine.
Die in den folgenden Jahren durchgeführten Forschungsstudien zeigten,
dass sich Homo habilis in der Tat nicht von den anderen Australopithecinen
unterschied. Das von Tim White entdeckte Schädel- und Skelettfossil
OH62 zeigte, dass die Spezies ein kleines kraniales Fassungsvermögen,
lange Arme und kurze Beine besaß, welche es ihr ermöglichte,
in Bäumen zu klettern, genauso wie zeitgenössische Affen.
Die im Jahr 1994 von der amerikanischen Anthropologin Holly Smith
veröffentlichte detaillierte Analyse wies daraufhin, dass Homo habilis
nicht "homo", d.h. "Mensch", sonder Affe war. Bezüglich der Analyse,
die Smith an den Zähnen von Australopithecus, Homo habilis, Homo
erectus und Homo neandertalensis durchführte, machte sie folgende
Aussage:
Wobei die Analyse von Fossilien auf Exemplare
beschränkt war, die diese Kriterien befriedigten, bleiben die Verhaltensmuster
der Zahnentwicklung von schlanken Australopithecinen und Homo Habilis
mit denen der afrikanischen Affen klassifiziert. Die von Homo erectus
und der Neandertaler fallen unter die menschliche Kategorie.73
Im gleichen Jahr kamen Fred Spoor, Bernard Wood und Frans Zonneveld,
die alle Anatomie-Spezialisten sind, über eine vollständig andere
Methode zu einem ähnlichen Ergebnis. Ihre Methode gründete sich
auf eine vergleichende Analyse der halbkreisförmigen Kanäle im inneren
Ohr von Menschen und Affen, deren Funktion die Aufrechterhaltung
des Gleichgewichtssinns ist. Spoor, Wood und Zonneveld kamen zu
dem folgenden Schluss:
Die früheste Spezies unter den hominiden Fossilien,
die die Morphologie des neuzeitlichen Menschen aufweist, ist Homo
erectus. Im Gegensatz dazu sind die Dimensionen der halbkreisförmigen
Kanäle in, Australopithecus und Paranthropus zugeordneten Kranien
aus Südafrika, sehr denen der gegenwärtigen großen Affen ähnlich.74
Spoor, Wood und Zonneveld studierten auch ein Homo habilis Exemplar,
nämlich Stw 53, und fanden: "Stw 53 verließ sich weniger auf bipedales
Verhalten als die Australopithecinen." Das bedeutet, dass das Homo
habilis Exemplar sogar noch mehr affenähnlich war, als die Australopithecus
Spezies. Ihre Schlussfolgerung lautete daher: "Stw 53 stellt keine
wahrscheinliche Zwischenstufe zwischen den, in den Australopithecinen
und H. erectus beobachteten Morphologien dar."
Diese Befunde erbrachten zwei wichtige Ergebnisse:
1. Fossilien, die als Homo habilis kategorisiert waren gehören
tatsächlich nicht zu den "Homo" Klassen, d.h. Menschen, sondern
zu denen der Australopithecine, d.h. Affen
2. Beide, Homo habilis und Australopithecine waren Lebewesen,
die gebückten Gang hatten, und daher das Skelett des Affen. Sie
hatten nicht die geringste Verbindung mit dem Menschen.
Homo Rudolfensis: Das falsch zusammengesetzte Gesicht
Die Bezeichnung Homo rudolfensis wurde einigen Fossil-Fragmenten
gegeben die 1972 ausgegraben wurden. Die Wesensklasse, die durch
dieses Fossil angeblich vertreten ist, wurde mit dem gleichen Namen
Homo rudolfensis bezeichnet, da dieser Fund in der Nähe des Rudolf
Flusses in Kenia gemacht wurde. Die meisten Paläo-Anthropologen
halten dieses Fossil nicht für eine gesonderte Spezies, sondern
nehmen an, dass es sich bei dem Geschöpf namens Homo rudolfensis
tatsächlich um einen Homo habilis handelt.
Richard Leakey, der das Fossil ausgrub, stellte den Schädel, den
er als "KNM-ER 1470" kennzeichnete, und von dem er behauptete er
sei 2,8 Millionen Jahre alt, der Öffentlichkeit als die größte Entdeckung
in der Geschichte der Anthropologie vor und machte damit einen überwältigenden
Eindruck. Laut Leakey war dieses Wesen, das gleich dem Australopithecus
ein kleines kraniales Fassungsvermögen, jedoch die Gesichtsstruktur
eines Menschen hatte, das fehlende Glied zwischen Australopithecus
und dem Menschen. Nach kurzer Zeit jedoch sollte sich herausstellen,
dass die menschliche Gesichtsstruktur des Schädels "KNM-ER 1470",
das häufig auf den Titelseiten wissenschaftliche Zeitschriften zu
sehen war, das Ergebnis einer - möglicherweise gezielten - mangelhafter
Zusammenfügung der Schädelfragmente war. Prof. Tim Bromage, der
Studien der menschlichen Gesichtsanatomie unternommen hatte, enthüllte
diese Tatsache, auf die er 1992 mit Hilfe von Computer-Simulationen
aufmerksam geworden war:
Als es (KNM-ER 1470) zuerst rekonstruiert wurde,
wurde die Gesichtsstruktur in fast vertikaler Lage zum Kranium
gesetzt, in der gleichen Position wie die flachen Gesichtsstrukturen
des neuzeitlichen Menschen. Die jüngsten Studien in anatomischen
Beziehungen jedoch zeigen, dass das Gesicht in der lebendigen
Spezies beträchtlich hervorgestanden sein, und einen affenartigen
Aspekt gehabt haben musste, mehr als die Gesichtsgestaltung des
Australopithecus.75
Der Evolutionist Paläo-Anthropologe J. E. Cronin erklärt folgendes
zu dieser Angelegenheit:
...sein relativ robust gebautes Gesicht, abgeflachter
naso-alveolärer clivus (an die tellerförmige Gesichtsgestaltung
der Australopithecine erinnernd), geringe kraniale Höchstweite
(an den Temporalen), starke kanine Juga und große Molare (angezeigt
durch die erhaltenen Wurzeln) sind alle relativ primitive Charaktereigenschaften,
die das Exemplar mit den Mitgliedern der taxonomischen Gattung
A. Africanus verbindet.76
C. Loring Brace von der Michigan Universität
kam zur gleichen Schlussfolgerung als Ergebnis einer Analyse die
er an der Kiefer- und Zahnstruktur des Schädels 1470 durchführte,
und sagte, die Größe des Kiefers und des, die Molare enthaltenden
Teils zeige, dass ER 1470 genau das Gesicht und die Zähne eines
Australopithecus habe.77
Prof. Alan Walker, ein Paläo-Anthropologe an
der John Hopkins Universität, der ebensoviel Forschungsarbeit wie
Leakey an KNM-ER 1470 geleistet hat, vertritt den Standpunkt, dass
dieses Wesen nicht als "Homo", d.h. menschliche Spezies, klassifiziert
werden sollte, wie Homo habilis oder Homo rudolfensis,
sondern ganz im Gegenteil in der Australopithecus Spezies mit einbezogen
werden müsse.78
Zusammenfassend kann hiermit festgestellt werden, dass Klassifizierungen
wie Homo habilis oder Homo rudolfensis, die als Übergangsglieder
zwischen den Australopithecinen und Homo erectus dargestellt werden
gänzlich imaginär sind. Wie von zahlreichen Forschern heutzutage
bestätigt wird, sind diese Lebewesen Mitglieder der Australopithecus
Reihe. Alle ihre anatomischen Charaktermerkmale machen es erkenntlich,
dass es sich bei jedem von ihnen um eine Affenspezies handelt.
Diese Tatsache wurde durch die, 1999 in der Zeitschrift Science
veröffentlichte Forschungsarbeit der beiden Anthropologen Bernard
Wood und Mark Collard bestätigt. Wood und Collard erklärten, dass
die Homo habilis und Homo rudolfensis Kategorien (Schädel 1470)
imaginär seien, und dass die Fossilien, die diesen Kategorien zugeordnet
sind, dem Genus Australopithecus zugeteilt werden sollten:
In der jüngeren Vergangenheit wurden Fossilienspezien aufgrund
von absoluten Gehirnausmaßen, Rückschlüssen auf linguistische
Fähigkeiten, Handfunktionen und Fähigkeiten, Steinwerkzeuge zu
benützen, der Homo-Gattung zugeordnet. Von einigen wenigen Ausnahmen
abgesehen wurden die Definition und der Gebrauch des Genus innerhalb
der menschlichen Evolution, sowie die Abgrenzung der Gattung "Homo"
so gehandhabt, als seien sie nicht problematisch. Doch die jüngsten
Daten, und neuere Interpretation des vorliegenden Beweismaterials,
und die Beschränkungen der paläo-anthropologischen Nachweise entwerten
die gegenwärtigen Kriterien der Zuordnung von Taxons zur Homo-Gattung.
...in der Praxis werden Fossilien von hominiden Spezien auf der
Grundlage eines oder mehrerer von vier Kriterien der Homo-Gattung
zugeordnet ...Es ist jedoch nunmehr klar, dass keines dieser Kriterien
befriedigend ist. Dieses "cerebrale Ratespiel" ist problematisch,
weil absolute kraniale Kapazität nur von fragwürdiger biologischer
Bedeutung ist. Gleicherweise besteht zwingender Beweis, dass Sprachfunktion
nicht verlässlich von der groben Erscheinung des Gehirns abgeleitet
werden kann, und dass die sprachbezogenen Teile des Gehirns nicht
so gut lokalisiert sind, wie frühere Studien angedeutet hatten...
...In anderen Worten, mit den, ihm zugeteilten
Hypodigmen H. habilis und H. rudolfensis, ist der Genus Homo keine
gute Wahl. Daher sollten H. habilis und H. rudolfensis (oder Homo
habilis sensu lato für diejenigen, die die taxonomische Unterabteilung
"früher Homo" nicht anerkennen) vom Genus Homo entfernt werden!
Die offensichtliche taxonomische Alternative, die darin bestünde,
eine oder beide der Taxons einer der bestehenden, frühen hominiden
Genera zugeteilt werden, ist zwar nicht ohne Probleme, doch wir
empfehlen, dass zunächst beide, H. habilis und H. rudolfensis auf
den Genus Australopithecus übertragen werden.79
Die Schlussfolgerungen von Wood und Collard bestätigen, was wir
hier erklärten. Es gab keine "primitiven menschlichen Vorfahren"
in der Menschheitsgeschichte. Geschöpfe, die als solche vorgestellt
werden, sind in der Tat Affen, die dem Genus Australopithecus zugeteilt
werden müssen. Der Fossilnachweis zeigt, dass keine evolutionäre
Beziehung zwischen diesen ausgestorbenen Affen und der Gattung Homo,
d.h. menschlichen Spezien besteht, die plötzlich im Fossilnachweis
erscheinen.
Homo Erectus und nachfolgende: Menschliche Wesen
Entsprechend dem phantasienreichen Schema der Evolutionisten gestaltete
sich die interne Evolution der Homo-Spezien folgendermaßen: Zuerst
Homo erectus, dann der archaische Homo sapiens und der Neandertaler,
später der Cro-Magnon Mensch und letztlich der neuzeitliche Mensch.
Bei all diesen Klassifizierungen jedoch handelt es sich in Wirklichkeit
lediglich um verschiedene ursprüngliche Menschenrassen. Die Unterschiede
zwischen ihnen sind nicht größer als zwischen einem Eskimo und einem
Neger, oder einem Pygmäen und einem Europäer.
Wir wollen zuerst den Homo erectus untersuchen, der als die primitivste
der menschlichen Rassen ausgegeben wird. "Homo erectus" bedeutet,
wie das Wort "erectus" angedeutet, "aufrecht gehender Mensch". Die
Evolutionisten mussten diese Menschen von den vorhergehenden dadurch
unterscheiden, dass sie ihnen die Eigenschaft der "aufrechten Körperhaltung"
hinzufügten, da alle vorhandenen Fossilien des Homo erectus zu solchem
Ausmaß gerade sind, wie es in keinem der Exemplare des Australopithecus
oder Homo habilis zu beobachten war. Es besteht kein Unterschied
zwischen dem Skelett des modernen Menschens und dem des Homo erectus.
Der Hauptgrund der Evolutionisten, Homo erectus als "primitiv"
einzustufen, ist das Hirn-Fassungsvermögen seines Schädels (900
- 1100 ccm), welches geringer als das des durchschnittlichen modernen
Menschen ist, und seine dicken Augenbrauenvorsprünge. Es gibt
jedoch viele, heutzutage lebende Menschen, deren kraniale Kapazität
die gleiche wie die des Homo erectus ist (z.B. die Pygmäen),
und es gibt einige andere Rassen, die vorspringende Augenbrauen
haben (z.B. die einheimischen australischen Aboriginen).
Es ist eine allgemein anerkannte Tatsache, dass ein Unterschied
im Gehirnvolumen nicht unbedingt einen Unterschied in der Intelligenz
oder in Fähigkeiten bedeuten muss. Intelligenz hängt eher von
der internen Organisation des Gehirns ab als von seinem Volumen.80
|
HOMO
ERECTUS: EINE URZEITLICHE MENSCHLICHE RASSE
Homo
erectus bedeutet "aufgerichteter Mensch". Alle in dieser
Spezienbezeichnung kategorisierten Fossilien gehören be-stimmten
Menschenrassen an. Da die meisten Fossilien des Homo erectus
keine gemeinsamen Wesenszüge aufweisen, ist es sehr schwierig
diese Menschen ihren Schädeln entsprechend zu definieren.
Aus diesem Grund haben verschiedene evolutionistische Forscher
mehrere Einstufungen und Bezeich-nungen erdacht. Oben links
ist ein Schädel abgebildet, der 1975 in Koobi Fora in Afrika
gefunden wurde, der den Homo erectus generell umschreiben
mag. Rechts oben ist ein Schädel, Homo ergaster KNM-ER 3733,
zu sehen, der die in Frage stehenden Unklarheiten aufweist.
Die
kranialen Fassungsvermögen all dieser verschiedenen Homo
erectus Fossilien schwanken zwischen 900 und 1100 ccm. Diese
Größen liegen innerhalb der Grenzen des Kranialvolumens
neuzeitlicher Menschen.
Das
Skelett des Turkana Jungen (KNM-WT 15000) rechts, ist wahrscheinlich
das älteste und besterhaltene menschliche Fossil, das je
gefunden wurde. Forschungsstudien, die an diesem Fossil,
das angeblich 1,6 Millionen Jahre alt ist, unternommen wurden,
enthüllten, dass es sich hierbei um das Skelett eines 12-jährigen
Jungen handelt, der, wäre er voll ausgewachsen, eine Größe
von 1,80 Metern erreicht hätte. Dieses Fossil, das der Neandertaler
Rasse sehr ähnlich ist, ist einer der bedeutendsten Beweise,
der die Geschichte von der menschlichen Evolution als unzutreffend
bloßstellt.
Der
Evolutionist Donald Johnson beschreibt den Menschen von
dem dieses Fossil stammt folgendermaßen: "Er war groß und
mager. Seine Gestalt und die Proportionen seiner Glieder
waren die gleichen wie die der gegenwärtigen Äquatorialafrikaner.
Die Größe seiner Glieder war völlig konform mit der von
heutigen, erwachsenen weißen Nordamerikanern."
|
Die Fossilien, durch die Homo erectus der Welt bekannt wurde, sind
die des Peking Menschen und des Java Menschen, die
in Asien gefunden wurden. Im Lauf der Zeit wurde es jedoch klar,
dass diese beiden Fossilien nicht verlässlich waren. Der Peking
Mensch bestand aus einigen plastischen Nachformungen, die verlorengegangene
Originalteile ersetzt hatten, und der Java Mensch war eine "Komposition"
aus einem Schädelfragment und einem Beckenknochen, der in einiger
Entfernung von dem ersteren gefunden worden war, ohne irgendwelche
Hinweise, dass die beiden Teile dem selben Wesen angehört hatten.
Aus diesem Grunde wurde Homo erectus Fossilien, die in Afrika gefunden
worden waren, wachsende Bedeutung zugemessen. (Es sollte hier erwähnt
werden, dass einige Fossilien, die angeblich Homo erectus darstellten,
von einigen Evolutionisten in eine weitere Klasse namens "Homo
ergaster" eingeteilt wurden. Sie sind sich in dieser Angelegenheit
untereinander nicht ganz einig. Wir werden alle diese Fossilien
unter der Kategorie Homo erectus behandeln.)
Das berühmteste Exemplar des
Homo erectus, das in Afrika gefunden worden war, ist das des "Narikotome
Homo erectus" oder der "Turkana Knabe", welches in der Nähe
des Turkana Sees in Kenia entdeckt wurde. Es ist bestätigt, dass
es sich hierbei um das Fossil eines 12 Jahre alten Jungen handelt,
der als Jugendlicher eine Größe von 1,83 Metern erreicht hätte.
Die aufrechte Skelettstruktur des Fossils unterscheidet sich in
keiner Weise von der eines neuzeitlichen Menschen. In Bezugnahme
darauf erklärte der amerikanische Paläo-Anthropologe Alan Walker,
dass er bezweifle ein durchschnittlicher Pathologe sei in der Lage,
einen Unterschied zwischen dem Skelett des Fossils und dem eines
neuzeitlichen Menschen festzustellen.81 Bezüglich
des Schädels sagte Walker: "...er sah ganz so wie ein Neandertaler
aus."82 Wie wir im nächsten Kapitel sehen werden
sind die Neandertaler eine neuzeitliche Menschenrasse, und damit
ist auch Homo erectus eine solche.
Selbst der Evolutionist Richard Leakey erklärt, dass der Unterschied
zwischen Homo erectus und dem neuzeitlichen Menschen nicht mehr
als ein Rassenunterschied ist:
Man würde die Unterschiede auch in der Schädelform,
im Hervortreten des Gesichts, in der Massigkeit der Brauen, usw.
sehen. Diese Unterschiede sind wahrscheinlich in keiner Weise
stärker ausgeprägt, als die, die wir heutzutage zwischen den verschiedenen
geographischen Rassen des neuzeitlichen Menschen feststellen können.
Einige biologische Unterschiede bilden sich heraus, wenn Bevölkerungen
auf beträchtliche Dauer geographisch voneinander getrennt sind.83
Prof. William Laughlin von der Universität von Connecticut führte
ausführliche anatomische Untersuchungen an Eskimos und Bewohnern
der Aleut Inseln durch, und beobachtete eine außergewöhnliche Ähnlichkeit
dieser Menschen mit dem Homo erectus. Laughlin kam zu der Schlussfolgerung,
dass all diese gegeneinander abgegrenzten Rassen in der Tat verschiedene
Rassen des Homo sapiens (neuzeitlichen Menschen) darstellten.
Wenn wir die weitgehenden Unterschiede in Betracht
ziehen, die zwischen entfernten Gruppen, wie etwa Eskimos und
Buschmännern bestehen, von denen wir wissen, dass sie innerhalb
der selben einzelnen Spezies Homo sapiens liegen, erscheint die
Schlussfolgerung, dass Sinanthropus (ein Erectus Exemplar - ALC)
der gleichen Spezies zugehört, durchaus vertretbar.84
Die Auffassung, dass Homo erectus eine überflüssige Klassifizierung
ist, und dass Fossilien, die dieser Klasse zugeteilt sind, sich
in der Tat nicht so sehr von Homo sapiens unterscheiden, als dass
man sie als eine getrennte Spezies betrachten könnte, kann man in
letzter Zeit des öfteren in wissenschaftlichen Kreisen vernehmen.
Im Jahr 2000 wurde eine Konferenz über dieses Thema abgehalten,
und die Zeitschrift American Scientist fasste die Diskussionen über
diesem Punkt zusammen:
Die Mehrzahl der Teilnehmer an der Senckenberg
Konferenz wurden in eine erhitzte Debatte über den taxonomischen
Status von Homo erectus hineingezogen, die von Milford Wolpoff von
der Universität von Michigan, Alan Thorne von der Universität von
Canberra und ihren Kollegen begonnen worden war. Sie argumentierten
mit großem Nachdruck, dass Homo erectus keine Gültigkeit als Spezies
habe, und überhaupt abgeschafft werden sollte. Alle Vertreter des
Genus Homo, von vor etwa 2 Millionen Jahren bis zur Gegenwart, seien
eine weitgehend veränderliche und weitverbreitete Spezies, Homo
sapiens, ohne natürliche Unterbrechungen oder Unterabteilungen.
Das Thema der Konferenz, Homo erectus, existierte nicht.85
|
700000 JAHRE
ALTE SEELEUTE |
| 
"Die
frühen Menschen waren wesentlich intelligenter, als wir erwarteten..."
Nachrichten,
die in der Zeitschrift New Scientist am 14. März 1998 veröffentlicht
wurden, berichten, dass die von den Evolutionisten Homo erectus
benannten Menschen vor 700000 Jahren Seefahrt betrieben. Diese
Menschen, die über genügend Wissen und Technologie verfügten,
um Schiffe bauen zu können, und eine Kultur entwickelt hatten,
in der Seetransport betrieben wurde, können kaum als "primitiv"
abgestempelt werden. |
Die Aussage "Homo erectus existierte nicht" bedeutet, "Homo erectus
ist keine von Homo sapiens unterschiedliche Spezies, sondern eine
Spezies innerhalb von Homo sapiens".
Demgegenüber besteht eine enorme Lücke zwischen Homo erectus, einer
menschlichen Rasse, und den Affen, die dem Homo erectus im Szenario
der "menschlichen Evolution" vorangingen (Australopithecus, Homo
habilis, Homo rudolfensis). Dies bedeutet, dass der erste Mensch
im Fossilnachweis plötzlich und geradewegs ohne irgend eine evolutionäre
Vorgeschichte auftrat. Es kann kaum einen einleuchtenderen Hinweis
auf seine Erschaffung geben.
Diese Tatsache einzugestehen steht jedoch der dogmatischen Philosophie
und Ideologie der Evolutionisten total entgegen. In Folge davon
versuchen sie, den Homo erectus, eine wahrhaft menschliche Rasse,
als ein Halb-Affen-Wesen darzustellen. In Rekonstruktionen des Homo
erectus bestehen sie hartnäckig darauf, affenartige Gesichtszüge
darzustellen, während sie auf der anderen Seite Affen wie Australopithecus
oder Homo habilis mit ähnlichen künstlerischen Mitteln "humanisieren".
Mit solchen Methoden versuchen sie Affen und Menschen einander "anzunähern"
und die Kluft zwischen diesen beiden klar gegeneinander abgegrenzten
Geschöpfsklassen zu überbrücken.
Die Neandertaler
FALSCHE MASKIERUNG:
Obwohl sie nicht verschieden
vom modernen Menschen waren, werden die Neandertaler von den
Evolutionisten immer noch als affenähnlich dargestellt. |
Die Neandertaler sind Menschen, die vor hunderttausend Jahren plötzlich
in Europa erschienen und vor 35 tausend Jahren rasch und ohne Aufsehen
wieder verschwanden - oder durch Vermischung mit anderen Rassen
assimiliert wurden. Ihr einziger Unterschied zum modernen Menschen
ist ihre robustere Skelettstruktur und ihr etwas größeres kraniales
Fassungsvermögen.
Die Neandertaler sind eine menschliche Rasse, und diese Tatsache
wird heutzutage fast ausnahmslos von allen Seiten anerkannt. Die
Evolutionisten haben große Anstrengungen gemacht, sie als eine "primitive
Spezies" darzustellen, doch alle Befunde weisen darauf hin, dass
sie sich in keiner Weise von "robusten" Menschen unterschieden,
die auch heute umherspazieren mögen. Erik Trinkaus, ein Paläo-Anthropologe
an der Universität von New Mexico, der als eine anerkannte Autorität
auf dem Gebiet gilt, schreibt:
Detaillierte Vergleiche der skelettalen Überreste
des Neandertalers mit dem (Skelett) des neuzeitlichen Menschen
haben gezeigt, dass es keinerlei eindeutige Hinweise in der Anatomie
des Neandertalers gibt, dass seine Fähigkeiten in bezug auf Fortbewegung,
Nutzung der Hände, Intellekt oder Sprache, denen des modernen
Menschen nachstanden.86
Viele zeitgenössische Forscher umschreiben den Neandertaler als
eine Unter-Spezies des modernen Menschen, und nennen ihn "Homo sapiens
neandertalensis". Die Funde bezeugen, dass die Neandertaler ihre
Toten begruben, Musikinstrumente herstellten, und kulturelle Verwandtschaft
mit den Homo sapiens sapiens hatten, die zur selben Zeit lebten.
Genau genommen waren die Neandertaler eine "robuste" Menschenrasse,
die lediglich im Lauf der Zeit verschwand.
Homo sapiens archaic, Homo heilderbergensis und
Cro-Magnon Mensch
Der archaische Homo sapiens ist die letzte Stufe vor dem neuzeitlichen
Menschen in dem evolutionären Phantasieschema. In der Tat, über
diese Menschen haben die Evolutionisten nicht sehr viel zu sagen,
da nur sehr geringfügige Unterschiede zum modernen Menschen vorhanden
sind. Einige Forscher sind sogar der Ansicht, dass heute noch Vertreter
dieser Rasse auf der Erde leben und weisen als Beispiel dafür auf
die australischen Aboriginen hin. Wie Homo sapiens haben auch diese
dicke, hervorstehende Augenbrauen, eine nach innen geneigte Mandibular-Struktur
und ein etwas kleineres Kranial-Volumen. Darüber hinaus wurden bedeutsame
Entdeckungen gemacht, die darauf hinweisen das derartige Menschen
bis vor nicht sehr langer Zeit in Ungarn und einigen Dörfern in
Italien gelebt haben.
Die Gruppe, die in evolutionistischer Literatur als Homo heilderbergensis
(Heidelberger Mensch) kategorisiert wird, ist in Wirklichkeit die
gleiche wie Homo sapiens archaic. Der Grund dafür, dass zwei verschiedene
Begriffe benutzt werden um die gleiche menschliche Rasse zu bezeichnen
liegt in unterschiedlichen Denkweisen unter den Evolutionisten.
Alle Fossilien die der Homo heilderbergensis Klassifizierung zugehören
lassen vermuten, dass Menschen, die den neuzeitlichen Europäern
anatomisch sehr ähnlich waren, vor 500 tausend und selbst 740 tausend
Jahren zuerst in England und dann in Spanien gelebt haben.
|  Die
Neandertaler: Eine robuste Menschenrasse
Der
oben abgebildete Amud 1 Schädel des Homo sapiens neanderthalensis
wurde in Israel gefunden. Der Neandertaler Mensch ist generell
als robust, doch kleinwüchsig bekannt. Es wird jedoch geschätzt,
dass der Mensch, dessen Fossil dies ist, 1,80 Meter groß war.
Sein Kranialvolumen ist das größte, das je beobachtet wurde:
1740 ccm. Aus all diesen Gründen zählt dieses Fossil zu den
wichtigen Beweisstücken, die die Behauptung, dass die Neandertaler
eine primitive Spezies gewesen seien, endgültig unhaltbar
macht.
|
Der Cro-Magnon Mensch lebte schätzungsweise vor 30 tausend Jahren.
Er hat ein kuppelförmiges Kranium und eine breite Stirn. Sein Gehirnvolumen
von 1600 ccm übertrifft die Durchschnittswerte des heutigen Menschen.
Sein Schädel hat dicke Augenbrauenvorsprünge und einen knochigen
Ansatz an der Hinterseite, der charakteristisch für den Neandertaler
sowie auch für Homo erectus ist.
Obwohl der Cro-Magnon Mensch als eine Europäische Rasse angesehen
wird, sehen die Struktur und das Volumen des Kraniums sehr wie die
einiger Rassen aus, die heute in Afrika und den Tropen leben. Aufgrund
dieser Ähnlichkeit wird angenommen, dass Cro-Magnon eine archaische
afrikanische Rasse war. Einige andere paläo-anthropologische Funde
zeigen, dass die Cro-Magnon und Neandertaler Rassen sich vermischt
haben und die Grundlagen für die heutigen Rassen bildeten. Darüber
hinaus wird heute allgemein anerkannt, dass Vertreter der Cro-Magnon
Rasse noch immer in verschiedenen Regionen des afrikanischen Kontinents
und in den Salute- und Dordogne Gegenden Frankreichs leben. Auch
ist bekannt, dass Menschen mit ähnlichen Charaktermerkmalen in Polen
und Ungarn leben.
Spezien, die im gleichen Zeitalter wie ihre Vorfahren
lebten
Was wir soweit untersucht haben, gibt uns ein klares Bild: Das
Szenario der "menschlichen Evolution" ist vollständig fingiert.
Um solch einen Stammbaum zu ermöglichen, hätte eine schrittweise
evolutive Fortentwicklung vom Affen zum Menschen stattfinden müssen,
und Hinweise auf solch einen Prozess müssten im Fossilnachweis vorhanden
sein. Es besteht jedoch eine enorme Kluft zwischen Affen und
Menschen. Skelettstrukturen, kraniales Fassungsvermögen, und
Kriterien wie aufrechter Gang bzw. stark gebückte Fortbewegung unterscheiden
Menschen von Affen. (Wir erwähnten neuerliche, im Jahr 1994 unternommene
Forschungsarbeit die sich mit den Gleichgewichtskanälen des Innenohrs
befasste, und durch die Australopithecus und Homo habilis als Affen
definiert worden waren, während Homo erectus in die menschliche
Kategorie fiel.)
Ein weiterer bedeutender Befund, der beweist, dass es keinen Stammbaum
innerhalb dieser verschiedenen Spezies geben kann, ist die Tatsache,
dass die Spezien, die als entsprechend gegenseitige Vorfahren und
Nachkommen voneinander zur gleichen Zeit nebeneinander lebten. Falls,
wie die Evolutionisten es behaupten, Australopithecus sich in Homo
habilis verwandelt hätte, und dieser sich dann seinerseits in Homo
erectus, hätten die Zeitepochen in denen sie jeweils gelebt haben
notwendigerweise aufeinander folgen müssen. Solch eine chronologische
Folge jedoch gibt es nicht.
| 
26000 JAHRE ALTE NADEL: Ein
interessantes Fossil, das darauf hinweist, dass die Neandertaler
Bekleidung kannten - eine 26000 Jahre alte Nadel. (D. Johanson,
B. Edgar From Lucy to Language, S. 99)eist, dass die Neandertaler
Bekleidung kannten - eine 26000 Jahre alte Nadel. (D. Johanson,
B. Edgar From Lucy to Language,S.99)
|
Entsprechend der Schätzungen der Evolutionisten lebten die Australopithecine
zwischen 4 Millionen und einer Million Jahren vor unserer Zeit.
Dahingegen lebten die Lebewesen die als Homo habilis klassifiziert
sind, vermutlich vor 1,9 bis 1,7 Millionen Jahren. Homo rudolfensis,
von dem gesagt wird, er sei höher entwickelt gewesen als Homo habilis
ist bekanntlich 2,5 bis 2,8 Millionen Jahre alt! Das würde bedeuten,
dass Homo rudolfensis fast eine Million Jahre älter ist als Homo
habilis, dessen "Nachkomme" er angeblich sein soll. Auf der anderen
Seite geht Homo erectus auf eine Zeit von 1,6 bis 1,8 Millionen
Jahre zurück, was bedeutet, dass Vertreter des Homo erectus auf
der Erde innerhalb des gleichen Zeitrahmens auftraten wie ihre sogenannten
Vorfahren, d.h. Homo habilis.
Alan Walker bestätigt diese
Tatsache indem er erklärte: "...es liegen Hinweise aus Ostafrika
auf das langzeitige Überleben von kleinwüchsigen Australopithecus
Individuen vor, die zuerst Zeitgenossen des H. Habilis waren,
und dann des H. erectus."87 Louis Leakey fand
Fossilien von Australopithecus, Homo habilis und Homo erectus
fast nebeneinander im Olduvai Gorge Gebiet in der Bed II Schicht.88
Solch einen Stammbaum gibt es mit Sicherheit nicht. Stephen Jay
Gould, ein Paläontologe an der Harvard Universität, der, obwohl
er selbst ein Evolutionist ist, erklärt diese Sackgasse der Evolution
folgendermaßen:
Was wurde aus unserer Stufenleiter, wenn es
drei nebeneinander bestehende Stämme von Hominiden (A. africanus,
die robusten Australopithecine, und H. habilis) gibt, keiner deutlich
von dem anderen abstammend? Darüber hinaus zeigt keiner von ihnen
irgendeine evolutive Neigung während ihres Daseins auf der Erde.89
Wenn wir weitergehen vom Homo erectus zum Homo
sapiens, sehen wir wiederum, dass es keinen, der Rede werten Stammbaum
gibt. Es gibt Beweis dafür, dass Homo erectus und der archaische
Homo sapiens bis zu 27 tausend, und selbst bis zu zehntausend Jahren
vor unserer Zeit überlebten. Im Kow Sumpf in Australien wurden einige
13000 Jahre alte Homo erectus Schädel gefunden und auf Java wurde
ein 27000 Jahre alter Homo erectus Schädel gefunden.90
Die heimliche Geschichte des Homo sapiens
Die interessanteste und bedeutendste Tatsache, welche die Grundlage
des imaginären Stammbaums der Evolutionstheorie zerschlägt, ist
die unerwartet alte Geschichte des neuzeitlichen Menschen. Paläo-anthropologische
Daten enthüllten, dass Vertreter des Homo sapiens, die genauso aussahen
wie wir, vor bis zu einer Million Jahren lebten.
| 
Discover, eine der bekanntesten
Zeitschriften in der evolutionistischen Literatur, druckte
das 800000 Jahre alte menschliche "Gesicht" auf seiner Titelseite
mit der evolutionistischen Frage: "Ist das das Gesicht unserer
Vergangenheit?
|
Es war Louis Leakey, der berühmte Evolutionist
Paläo-Anthropologe der die ersten diesbezüglichen Funde entdeckte.
Im Jahr 1932 fand Leakey im Kanjera Gebiet das den Viktoria See in
Kenia umschließt, einige Fossilien, die dem mittleren Pleistozän zugehörten.
Diese Epoche jedoch liegt eine Million Jahre zurück.91
Da diese Entdeckungen den evolutionären Stammbaum auf den Kopf stellten,
wurden sie von evolutionistischen Paläo-Anthropologen abgewiesen.
Leakey jedoch bestand immer darauf, dass seine Schätzungen korrekt
gewesen seien.
Gerade als diese Streitfrage in Vergessenheit zu geraten schien,
enthüllte ein, im Jahr 1995 in Spanien ausgegrabenes Fossil auf
erstaunliche Weise, dass die Geschichte des Homo sapiens wesentlich
älter war, als bis dahin angenommen worden war. Dieses Fossil wurde
von drei spanischen Paläo-Anthropologen der Universität von Madrid
in einer Höhle namens Gran Dolina in der spanischen Atapuerca Gegend
entdeckt. Das Fossil gehörte zum Gesicht eines elfjährigen Jungen,
der gänzlich wie ein moderner Mensch aussah, und dennoch lag es
800 tausend Jahre zurück seit der Junge gestorben war. Die Zeitschrift
Discover berichtete über die Entdeckung in großen Einzelheiten in
ihrer Dezemberausgabe des Jahres 1997.
Dieses Fossil erschütterte selbst die Überzeugungen
Ferreras, der die Gran Dolina Ausgrabungen leitete. Ferrera sagte:
Wir erwarteten etwas großes, etwas enormes, aufgeblasenes...verstehen
sie, etwas "primitives". Unsere Erwartungen von einem 800 000
Jahre alten Knaben waren so etwas wie der Turkana Junge. Und was
wir fanden, war ein absolut neuzeitliches Gesicht... Ich finde
das höchst fabelhaft... Das sind Dinge, die einen in den Grundlagen
erschüttern... etwas total unerwartetes zu finden wie das. Nicht
Fossilien zu finden - Fossilien zu finden ist auch etwas unerwartetes,
und das ist in Ordnung. Aber etwas in der Vergangenheit zu finden,
von dem sie dachten es gehöre der Gegenwart an, das ist das der
Gipfel der Sensation. Es ist etwa so, wie... wie wenn wir ein
Tonbandgerät in Gran Dolina gefunden hätten. Wir erwarten keine
Kassetten und Tonbandgeräte im frühen Pleistozän. Ein neuzeitliches
Gesicht zu finden ist das gleiche. Wir waren über alle Maßen erstaunt
als wir es sahen.92
Das Fossil hob die Tatsache hervor, dass die Geschichte des Homo
sapiens bis 800 tausend Jahre in die Vergangenheit ausgedehnt werden
muss. Nach dem sie sich von ihrem ursprünglichen Schock erholt hatten
entschlossen die Evolutionisten, die das Fossil entdeckt hatten,
dass es einer anderen Spezies zugehöre, da, entsprechend des evolutionären
Stammbaums kein Homo sapiens jemals vor 800 tausend Jahren hätte
leben können. Daher erfanden sie eine neue Phantasiespezies, die
sie "Homo antecessor" nannten, und klassifizierten den Atapuerca
Schädel dementsprechend.
Eine 1,7 Millionen Jahre alte Hütte
| 
Der Fund einer 1,7 Millionen Jahre
alten Hütte versetzte der wissenschaftlichen Gesellschaft
einen Schock. Sie hatte das Aussehen von Hütten, wie sie heutzutage
von bestimmten afrikanischen Stämmen bewohnt werden . |
Es wurden zahlreiche Funde gemacht, die zeigen,
dass die Geschichte des Homo sapiens selbst weiter als 800 tausend
Jahre zurückreicht. Einer davon ist eine Entdeckung, die Louis Leakeys
anfangs der 70er Jahre in Olduvai Gorge machte. Dort entdeckte Leakey
in der Bed II Schicht dass die Australopithecus, Homo Habilis und
Homo erectus Spezien zur selben Zeit nebeneinander lebten. Was jedoch
noch interessanter war, war eine Gebäudestruktur, die Leakey in
der gleichen Schicht (Bed II) entdeckte. Er fand die Überreste einer
Steinhütte. Der außergewöhnliche Aspekt der Sache war, dass diese
Bauart, die immer noch in einigen Teilen Afrikas angewandt wird,
nur von Homo sapiens ausgeführt worden sein konnte! Somit mussten,
entsprechend der Entdeckungen Leakeys Australopithecus, Homo Habilis,
Homo erectus und der neuzeitliche Mensch vor etwa 1,7 Millionen
Jahren koexistiert haben.93 Diese Entdeckungen
müssten die evolutionäre Theorie, die behauptet, dass der neuzeitliche
Mensch sich evolutiv aus irgendeiner affenähnlichen Spezies wie
Australopithecus entwickelt habe, wirklich endgültig widerlegen.
Fußabdrücke des modernen Menschen - 3,6 Millionen
Jahre alt!
In der Tat, einige andere Entdeckungen verfolgen die Ursprünge
des modernen Menschen in Zeiten vor 1,7 Millionen Jahren zurück.
Eine dieser höchst bedeutenden Entdeckungen sind Fußabdrücke, die
Mary Leakey 1977 in Laetoli, in Tansania fand. Diese Fußabdrücke
kamen in einer Schicht zu Tage, deren Alter auf 3.6 Millionen Jahre
berechnet wurde, und - was noch bedeutender ist - unterschieden
sich in keiner Weise von Fußabdrücken, die ein neuzeitlicher Mensch
hinterlassen würde.
Die von Mary Leakey entdeckten Fußabdrücke wurden später von einigen
bekannten Paläo-Anthropologen, wie Don Johanson und Tim White untersucht,
und die Ergebnisse stimmten überein. White schrieb:
Man sollte sich hier keine Fehlschlüsse ziehen,...
Sie sind genau wie Fußabdrücke eines modernen Menschen. Wenn sie
im Sand an einem kalifornischen Strand hinterlassen worden wären,
und man ein vierjähriges Kind fragen würde was das sei, wäre die
prompte Antwort, dass hier jemand gegangen sei. Das Kind könnte
sie nicht von hundert anderen Abdrücken am Strand unterscheiden,
genau so wenig, wie sie es könnten.94
Nachdem Louis Robbins von der North California Universität die
Fußabdrücke untersucht hatte, gab er folgenden Kommentar:
Der Rist ist erhöht - das kleinere Individuum
hatte einen höheren Rist als ich - und der große Zeh ist groß
und gleichlange mit dem zweiten Zehen.. die Zehen greifen in den
Boden wie menschliche Zehen. Man kann das bei anderen Tierarten
nicht beobachten.95
Untersuchungen der morphologischen Form der Fußabdrücke zeigten
immer wieder, dass diese als Abdrücke menschlicher Füße akzeptiert
werden müssten, und obendrein, des modernen Menschen (Homo sapiens).
Russell Tuttle, der die Fußabdrücke untersucht hatte schrieb:
Ein kleiner barfüssiger Homo sapiens könnte
sie verursacht haben... in allen unterscheidbaren morphologischen
Aspekten sind die Füße, die diese Spuren gemacht haben nicht von
denen moderner Menschen unterscheidbar.96
Objektive Untersuchungen der Fußabdrücke enthüllten die wirklichen
Besitzer der Füße. Diese Fußabdrücke bestanden tatsächlich aus 10
versteinerten Abdrücken eines zehnjährigen modernen Menschen und
27 Abdrücken eines noch jüngeren Kindes. Sie waren mit Sicherheit
neuzeitliche Menschen wie wir.

Jüngste Forschungsergebnisse
ergaben, dass es für das vorwärtsgebeugte Affenskelett, das
für den vierfüßigen Gang vorgesehen ist, unmöglich ist sich
evolutiv in ein aufgerichtetes zweibeiniges Menschenskelett
zu entwickeln. |
Diese Gegebenheiten stellten die Laetoli Fußabdrücke in den Brennpunkt
von jahrelang geführten Diskussionen. Evolutionistische Paläo-Anthropologen
suchten verzweifelt nach einer Erklärung, da es schwierig für sie
war zu akzeptieren, dass ein neuzeitlicher Mensch vor 3,6 Millionen
Jahren auf der Erde gewandelt sei. Während der 90er Jahre begann
sich diese "Erklärung" zu entpuppen. Die Evolutionisten beschlossen,
dass diese Fußabdrücke von einem Australopithecus hinterlassen worden
sein mussten, da es laut ihrer Theorie für eine Homo Spezies nicht
möglich war vor 3,6 Millionen Jahren gelebt zu haben. Russell H.
Tuttle schrieb 1990 folgendes in einem Artikel:
Zusammengefasst, die 3,5 Millionen Jahre alten
Fußabdrücke an der Ausgrabungsstelle ‚G' in Laetoli sind denen,
gewohnheitsmäßig barfuss laufender neuzeitlicher Menschen ähnlich.
Keines ihrer Merkmale lässt darauf schließen, dass die Laetoli
Hominiden weniger befähigte Zweibeiner waren als wir. Falls es
nicht bekannt wäre, dass die G Fußabdrücke so alt sind, wären
wir sofort bereit, zu schließen, dass sie von einem Mitglied unserer
Gat-tung Homo hinterlassen worden waren... Auf alle Fälle sollten
wir nun die unbegründeten Annahmen aufgeben, dass die Laetoli
Fußabdrücke von Lucys Konsorten, Australopithecus afarensis gemacht
worden waren.97
Kurz gefasst, diese Fußabdrücke, von denen angenommen wird, dass
sie 3,6 Millionen Jahre alt seien, konnten nicht Australopithecus
angehört haben. Der einzige Grund, dass geglaubt wurde, sie wären
von Australopithecus zurückgelassen worden, war die 3,6 Millionen
Jahre alte vulkanische Gesteinsschicht in der sie gefunden worden
waren. Die Fußabdrücke wurden dem Australopithecus zugeschrieben
aufgrund der Vermutung, dass menschliche Wesen in solch einer frühen
Zeitepoche nicht gelebt haben konnten.
Diese Interpretationen der Laetoli Abdrücke zeigen uns eine sehr
bedeutende Realität. Die Evolutionisten unterstützen ihre Theorie
nicht unter Betrachtung wissenschaftlicher Befunde, sondern trotz
und entgegen dieser. Wir haben es hier mit einer Theorie zu tun,
die ohne Rücksicht auf Verluste blind verfochten wird, wobei alle
neuen Erkenntnisse die der Theorie entgegenstehen entweder ignoriert,
oder ihren Zwecken angepasst werden.
Kurz gesagt, die Evolutionstheorie ist nicht Wissenschaft sondern
Dogma, dass der Wissenschaft zum Trotz aufrechterhalten wird.
Der Zweibeiner-Engpass der Evolution
Abgesehen vom Fossilnachweis, mit dem wir uns bislang auseinandersetzten,
bestehen auch noch unüberbrückbare anatomische Klüfte zwischen dem
Menschen und dem Affen, die die Fiktion einer menschlichen Evolution
ad absurdum führen. Einer dieser Unterschiede hat mit der Gangweise
zu tun.
Menschen bewegen sich aufrecht auf ihren zwei Füßen fort. Dies
ist eine sehr spezialisierte Art der Bewegung, die in anderen Spezien
nicht beobachtet werden kann. Einige Säugetiere haben zwar eine
begrenzte Fähigkeit sich fortzubewegen während sie auf ihre beiden
Hinterbeinen erhoben haben; Tiere wie Bären und Affen bewegen sich
auf diese Weise nur selten und für kurze Zeit, wenn sie sich z.B.
bemühen eine Nahrungsquelle zu erreichen. Normalerweise lehnt sich
ihr Skelett nach vorne und sie laufen auf allen Vieren.
Hat sich dann der Zweibeinige aufrechte Gang aus dem vierfüßigen
Gang der Affen evolutiv entwickelt, wie die Evolutionisten uns glauben
machen wollen?
Natürlich nicht. Die Forschung hat gezeigt, dass die Evolution
des Bipedalismus niemals stattgefunden hat, noch dass sie hätte
stattfinden können. Zu aller erst ist Zweibeinigkeit kein evolutionärer
Vorteil. Der Fortbewegungsmodus der Affen ist wesentlich einfacher,
schneller und effektiver als der aufrechte Gang des Menschen. Der
Mensch kann sich weder fortbewegen indem er von Baum zu Baum springt
wie der Schimpanse, noch mit einer Stundengeschwindigkeit von 125
km rennen wie ein Leopard. Ganz im Gegenteil, da der Mensch auf
seinen zwei Füßen läuft bewegt er sich wesentlich langsamer auf
dem Boden fort. Aus dem gleichen Grund ist er in der Natur das schutzloseste
Wesen aller Spezien in Bezug auf Fortbewegung und Selbstverteidigung.
Entsprechend der Logik der Evolution sollten es nicht die Affen
sein, die evolutiv den aufrechten Gang annahmen, sondern der Mensch
hätte sich stattdessen evolutiv in einen Vierbeiner entwickeln sollen.
Ein anderes Hindernis der evolutionistischen
Behauptung ist, dass Zweibeinigkeit nicht dem "schrittweisen" Entwicklungsmodell
des Darwinismus folgt. Dieses Modell, das die Grundlage der Evolution
darstellt, erfordert, dass eine "kombinierte" Gangart zwischen Zweibeinigkeit
und Vierbeinigkeit existieren müsste. Der englische Paläo-Anthropologe
Robin Crompton jedoch, der 1996 ein unter Einsatz von Computern
ein Forschungsprojekt durchführte, zeigte, dass solch eine "zusammengesetzte"
Gangart nicht möglich sei. Crompton kam zu dem folgenden Ergebnis:
Ein Lebewesen kann entweder aufrecht gehen oder auf allen Vieren.98
Eine Zwischenart von Fortbewegung ist aufgrund extremen Energieverbrauchs
nicht möglich. Aus diesem Grunde kann es ein "halb-bipedales" Wesen
nicht geben.
Der enorme Unterschied zwischen dem Affen und dem Menschen ist
jedoch nicht alleine auf den Bipedalismus beschränkt. Viele andere
Punkte bleiben nach wie vor ungeklärt, wie etwa Gehirnkapazität,
Sprechfähigkeit, usw. Elaine Morgan, eine evolutionistische Paläo-Anthropologin
macht diesbezüglich das folgende Eingeständnis:
Vier der außergewöhnlichsten Mysterien des Menschen sind: 1)
Warum laufen sie auf zwei Beinen? 2) Warum haben sie ihr Fell
verloren? 3) Warum haben sie solch ein großes Gehirn entwickelt?
4) Warum erlernen sie Sprache?
Die orthodoxe Antwort auf diese Fragen ist:
1) ‚Es ist noch nicht bekannt.' 2) ‚Es ist noch nicht bekannt.'
3) ‚Es ist noch nicht bekannt.' 4) ‚Es ist noch nicht bekannt.'
Die Liste der Fragen könnte beträchtlich ausgedehnt werden, ohne
die Monotonie der Antwort zu beeinflussen.99
Evolution: Ein unwissenschaftlicher Glaube
Lord Solly Zuckerman ist einer der berühmtesten und höchst anerkannten
Wissenschaftler in Groß Britannien. Während langer Jahre studierte
er den Fossilnachweis und führte viele detaillierte Untersuchungen
durch. Der Ehrentitel ‚Lord' wurde ihm in Anerkennung seiner wissenschaftlichen
Beiträge verliehen. Zuckerman ist ein Evolutionist. Aus diesem Grunde
können seine Aussagen über die Evolution nicht als bewusst pervertiert
gestaltete Bemerkungen abgetan werden. Nach jahrelanger Forschung
an Fossilien, die Bestandteil des menschlichen Evolutions-Szenario
sind, kam er zu der Schlussfolgerung, dass es in Wahrheit keinen
solchen Stammbaum gibt.
Zuckermann stellte auch ein sehr interessantes "Wissenschafts-Spektrum"
auf. Er ordnete sein Spektrum der Wissenschaften in einer Stufenleiter
an, angefangen bei denen, die er für wissenschaftlich hielt bis
zu denen, die er als unwissenschaftlich erachtete. Entsprechend
Zuckermanns Spektrum sind die "wissenschaftlichsten", d.h. auf konkreten
Daten beruhenden, wissenschaftlichen Gebiete die Chemie und Physik.
Ihnen folgen die biologischen und dann die sozialen Wissenschaften.
Am Ende des Spektrums, welches den, als "unwissenschaftlich" betrachteten
Sektor ausmacht, stehen "übersinnliche Wahrnehmung" - Konzepte wie
Telepathie und Sechster Sinn - und letztlich "menschliche Evolution".
Zuckermann erklärt diese Gedankenführung:
Wir bewegen uns dann von dem Bestand objektiver
Wahrheit in jene Bereiche angeblicher biologischer Wissenschaft,
wie übersinnliche Wahrnehmung oder die Interpretation der Fossilgeschichte
des Menschen, wo für den der glaubt, alles möglich ist - und wo
der Tiefgläubige manchmal sogar in der Lage ist, gleichzeitig
verschiedene widersprüchliche Dinge zu glauben.100
Robert Locke, der Herausgeber der Zeitschrift Discovering Archeology,
einer wichtigen Veröffentlichung über die Ursprünge des Menschen,
erklärt in einem Artikel: "Die Suche nach den Vorfahren des Menschen
erzeugt mehr Hitze als Licht", und zitiert das Geständnis des bekannten
evolutionistischen Paläo-Anthropologen Tim White:
Wir alle sind frustriert durch "all die Fragen,
die wir nicht in der Lage sind zu beantworten".101
Der Artikel behandelt die Sackgasse, in der sich die Evolutionstheorie
in bezug auf die Anfänge des Menschen befindet, sowie das Fehlen
jeglicher Grundlage für die Propaganda, die diesbezüglich gemacht
wird:
Es gibt vielleicht keinen anderen Wissenschaftsbereich,
der mehr umstritten ist als die Suche nach dem Ursprung des Menschen.
Die Elite der Paläontologen ist sich selbst über die grundlegenden
Umrisse des menschlichen Stammbaums uneinig. Neue Zweige sprießen
unter großem Spektakel, nur um, angesichts neuer Fossilienfunde
wieder zu verdorren und abzusterben.102
Die selbe Tatsache wurde kürzlich auch von Henry Gee, dem Herausgeber
der bekannten Zeitschrift Nature, anerkannt. In seinem, 1999 veröffentlichten
Buch "Auf der Suche nach der Tiefe der Zeit" [In Search of Deep
Time], bezieht sich Gee auf die evolutionistischen Intrigen in bezug
auf die Evolution des Menschen als "eine rein menschliche Erfindung,
die nachträglich geschaffen, und entsprechend menschlicher Vorurteile
geformt wurde" und fügt hinzu:
Eine Fossilienreihe anzulegen und dann zu
behaupten, sie stelle einen Stammbaum dar, ist keine wissenschaftliche
Hypothese, die überprüft werden könnte, sondern eine Mutmaßung,
die den gleichen Realitätsanspruch wie eine Gute-Nacht-Geschichte
hat - unterhaltend, möglicherweise lehrreich, aber nicht wissenschaftlich.103
Was ist nun der Grund dafür, dass so viele Wissenschaftler so hartnäckig
an diesem Dogma festhalten? Warum machen sie solche großen Anstrengungen
ihre Theorie am Leben zu erhalten, selbst zu dem Preis, zahllose
Widersprüche eingestehen zu müssen, und die Beweise auf die sie
stießen ablehnen zu müssen?
Die einzige Antwort ist ihre Angst vor der Wirklichkeit, der sie
ins Auge sehen müssten, falls sie der Evolutionstheorie abschwören
würden. Die Tatsache mit der sie konfrontiert wären, wenn sie die
Evolution verneinen ist, dass der Mensch von Allah - Gott - erschaffen
wurde. Angesichts ihrer vorgefassten Anschauungen und materialistischen
Philosophie jedoch, ist Schöpfung ein inakzeptables Konzept für
die Evolutionisten.
Aus diesem Grunde betrügen sie sich selbst und die Welt mit der
Unterstützung der sensationshungrigen Medien, mit denen sie zu gegenseitigem
Nutzen zusammenarbeiten. Wenn sie die benötigten Fossilien nicht
auftreiben können "fabrizieren" sie sie entweder in Form phantasienreicher
Graphiken oder fiktiver Modelle und erwecken den Eindruck, dass
tatsächlich Fossilien vorhanden seien, die die Evolution nachweisen.
Ein Teil der Massenmedien, die ihre materialistische Weltanschauung
teilen versuchen gleichermaßen die Öffentlichkeit irrezuführen und
die Fiktion der Evolution ins Unterbewusstsein der Leute einzuflößen.
Ungeachtet der Intensität ihrer Bemühungen tritt die Wahrheit klar
hervor: Der Mensch kam nicht durch einen Evolutionsprozess ins Dasein,
sondern wurde von Allah erschaffen. Aus diesem Grund ist er ihm
gegenüber verantwortlich, wie unwillig auch immer er sein mag, diese
Verantwortung auf sich zu nehmen.
  

69. David Pilbeam, "Humans
Lose an Early Ancestor", Science, April 1982, S.6 f. 
70. C. C. Swisher III, W. J. Rink, S. C. Antón,
H. P. Schwarcz, G. H. Curtis, A. Suprijo, Widiasmoro, "Latest Homo
erectus of Java: Potential Contemporaneity with Homo sapiens in
Southeast Asia", Science, Bd. 274, Nr. 5294, Ausgabe vom 13 Dezember
1996, S. 1870 ff.; Jeffrey Kluger, "Not So Extinct After All: The
Primitive Homo Erectus May Have Survived Long Enough To Coexist
With Modern Humans, Time, 23 Dezember 1996 
71. Solly Zuckerman, Beyond The Ivory Tower, New
York: Toplinger Publications, 1970, S. 75 ff. 
72. Charles E. Oxnard, "The Place of Australopithecines
in Human Evolution: Grounds for Doubt", Nature, Bd. 258, S. 389.

73. Holly Smith, American Journal of Physical Antropology,
Bd. 94, 1994, S. 307 ff. 
74. Fred Spoor, Bernard Wood, Frans Zonneveld,
"Implication of Early Hominid Labryntine Morphology for Evolution
of Human Bipedal Locomotion", Nature, Bd. 369, Juni 23, 1994, S.
645 ff. 
75. Tim Bromage, New Scientist, Bd. 133, 1992,
S. 38 ff. 
76. J. E. Cronin, N. T. Boaz, C. B. Stringer, Y.
Rak, "Tempo and Mode in Hominid Evolution", Nature, Bd. 292, 1981,
S. 113 ff. 
77. C. L. Brace, H. Nelson, N. Korn, M. L. Brace,
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