IRREFÜHRENDE FOSSIL-INTERPRETATIONEN
Bevor wir uns den Einzelheiten des Mythos der menschlichen Evolution
zuwenden, scheint es angebracht, die Propagandamethoden zu erwähnen,
durch welche der Öffentlichkeit die Idee, dass es in der Vergangenheit
Halb-Mensch-Halb-Affen-Geschöpfe gab, bis zur Überzeugung hin eingeflößt
werden. Diese Propagandamethode benützt "Nachbildungen", die in
Bezugnahme auf Fossilien hergestellt werden. Eine Nachbildung ist
eine bildliche Darstellung oder Herstellung eines räumlichen Modells
eines Lebewesens, auf der Grundlage eines einzigen, bei Ausgrabungen
gefundenen Knochens - manchmal nur eines Knochenfragments. All die
Affen-Menschen, die wir in Zeitungen, Zeitschriften und Filmen sehen
können, sind nachgebildete Rekonstruktionen.
Da Fossilien gewöhnlich ungeordnet und unvollständig
sind, können jegliche Vorstellungen, die sich auf sie stützen nur
völlig spekulativ sein. In der Tat ist die Spekulation der, von
den Evolutionisten auf der Grundlage von Fossilien angefertigten
Rekonstruktionen (bildliche Darstellungen und Modelle) genau dahin
gerichtet, die evolutionäre Hypothese zu bestätigen. David R. Pilbeam,
ein Anthropologe an der Harvard Universität, betont diese Tatsache:
"Zumindest auf dem Gebiet der Paläo-Anthropologie sind die verfügbaren
Daten noch so gering, dass Interpretationen stark von der Theorie
beeinflusst werden. In der Vergangenheit waren es offensichtlich
Theorien, die unsere gegenwärtigen Ideologien widerspiegelten, anstatt
tatsächlicher Daten."61 Da die Leute von visueller
Information am stärksten beeinflusst werden, dienen diese Nachbildungen
auf vortreffliche Weise dem Zweck der Evolutionisten, nämlich die
Leute davon zu überzeugen, dass diese rekonstruierten Geschöpfe
tatsächlich in der Vergangenheit existierten.
An dieser Stelle ums besonderes Merkmal darauf gelegt werden,
| Irreführende
Phantasiezeichnungen der Evolution
Um die Evolution zu unterstützen fügen
die Evolutionisten vorsätzlich Charaktermerkmale in ihren
Bildern und Nachbildungen ein, die in Wirklichkeit keine Fossilspuren
hinterlassen, wie etwa die Struktur der Nase und Lippen, die
Gestalt des Haars, die Form der Augenbrauen und sonstiger
Behaarung des Körpers. Sie fertigten auch detaillierte Abbildungen
dieser imaginären Geschöpfe an, wie sie mit ihren Familien
wanderten oder jagten und in sonstigen Alltagssituationen.
Diese Zeichnungen jedoch sind durchwegs Phantasie-produkte
und haben kein Gegenstück im Fossilnachweis.
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dass Rekonstruktionen die sich auf Knochenüberreste stützen, nur
ganz generelle Charaktereigenschaften des Objekts enthüllen können,
da die tatsächlichen entscheidenden Einzelheiten in den Weichgeweben
liegen, die rasch der Zeit zum Opfer fallen. Dadurch werden die
rekonstruierten Zeichnungen und Modelle mit der spekulativen Interpretation
der Weichgewebe total von der Phantasie der Person abhängig, die
sie anfertigt. Earnst A. Hooten von der Harvard Universität erklärt
die Situation folgendermaßen:
...Der Versuch die Weichteile nachzubilden
ist ein noch gefährlicheres Unternehmen. Die Lippen, Augen, Ohren
und Nasenspitze hinterlassen keinerlei Hinweise auf ihre Gestaltung
auf den darunterliegenden Knochenstrukturen. An einem neandertaloiden
Schädel kann man mit gleichen Mitteln die Konturen eines Schimpansen
oder die Gesichtszüge eines Philosophen modellieren. Diese vorgeblichen
Nachbildungen altertümlicher Menschentypen haben geringen, falls
überhaupt irgend welchen wissenschaftlichen Wert, und neigen
lediglich dazu, die Öffentlichkeit irrezuführen... Verlassen sie
sich also nicht auf Rekonstruktionen.62
| DREI VERSCHIEDENE
REKONSTRUKTIONEN DIE SICH AUF DEN SELBEN SCHÄDEL STÜTZEN

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Erschien in Sunday Times
5. April 1964 |
Zeichnung
von Maurice Wilson |
Rekonstruktion von
N. Parker N. Geographic, September 1960 |
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Tatsächlich erfinden die Evolutionisten derart "unglaubliche Geschichten",
dass sie dem selben Schädel verschiedene Gesichter zuschreiben.
Die drei verschiedenen Rekonstruktionszeichnungen, die von dem Fossil
namens Australopithecus robustus (Zinjanthropus) angefertigt
worden waren, sind ein berühmtes Beispiel solcher Fälschungen.
Die vorurteilsvolle Interpretation von Fossilien oder die Anfertigung
vieler imaginärer Nachbildungen mag als Hinweis dafür dienen, wie
oft die Evolutionisten Zuflucht zu Tricks nehmen. Diese jedoch erscheinen
geringfügig, wenn man sie mit den mutwilligen Fälschungen vergleicht,
die in der Geschichte des Evolutionismus begangen wurden.
  

61. David R. Pilbeam, "Rearranging
Our Family Tree", Nature, Juni 1978, S. 40 
62. Earnest A. Hooton, Up From The Ape, New York:
McMillan, 1931, S. 332  |