KURZER HISTORISCHER RÜCKBLICK
AUF DIE GESCHICHTE DER THEORIE
Die Ursprünge des evolutionistischen Gedankenguts gehen zurück
bis ins Altertum, wo sie als dogmatische Überzeugung einen Versuch
darstellten die Tatsache der Schöpfung zu verneinen. Die meisten
der heidnischen Philosophen der griechischen Antike vertraten die
Idee der Evolution. Wenn wir die Geschichte der Philosophie näher
betrachten finden wir, dass die Idee der Evolution das Rückgrad
vieler heidnischer Philosophien darstellt.
Es ist jedoch nicht diese heidnische
antike Philosophie, sondern der Glaube an Gott, der eine fördernde
Rolle in der Geburt und Entwicklung der neuzeitlichen Wissenschaft
gespielt hat. Die meisten Vorkämpfer der modernen Wissenschaft glaubten
an die Existenz Gottes, und die treibende Kraft hinter ihren wissenschaftlichen
Studien war das Verlangen, das, das von Gott erschaffene Universum
zu erforschen, und die Gesetze und Einzelheiten Seiner Schöpfung
zu erkennen. Astronomen wie Leonardo da Vinci, Kopernikus, Keppler
und Galileo. Cuvier, der Vater der Paläontologie, Linné
der Pionier der Botanik und Zoologie, und Isaac Newton,
der der "größte Wissenschaftler, aller Zeiten" genannt wurde, sie
alle studierten Wissenschaft, wobei sie nicht nur an die Existenz
Gottes glaubten, sondern auch daran, dass das Universum als Ergebnis
Seines Schöpfens ins Dasein kam.6 Albert Einstein,
der als das größte Genie unserer Zeit gilt war ein weiterer Hingebungsvoller
Wissenschaftler der an Gott glaubte, und daher diese Aussage gemacht
hatte: "Ich kann mir keinen wirklichen Wissenschaftler ohne diesen
tiefen Glauben vorstellen. Die Situation kann bildlich ausgedrückt
so dargestellt werden: Wissenschaft ohne Religion ist lahm."7
Der Gründer der modernen Physik, der deutsche
Physiker Max Planck äußerte: "Jeder der sich ernstlich in
wissenschaftlicher Arbeit jeglicher Art betätigt hat, erkennt dass
über dem Eingang zu den Pforten des Tempels der Wissenschaft diese
Worte geschrieben sind: Du musst Glauben haben. Es ist eine Eigenschaft
ohne die der Wissenschaftler nicht auskommen kann."8
Die Evolutionstheorie ist das Ergebnis der materialistischen Philosophie,
die sich im 19. Jh. im Zuge der Neuerweckung der antiken materialistischen
Philosophien weitgehend verbreitete. Materialismus versucht, wie
bereits vorher angedeutet, die Natur durch ausschließlich materielle
Faktoren zu erklären. Da Materialismus Schöpfung von vorn herein
ausschließt, wird behauptet, dass alles, ob belebt oder unbelebt,
ohne einen Schöpfungsakt in Erscheinung trat, sondern als Ergebnis
zufällig zusammentreffender Voraussetzungen, welche sich sodann
eine Ordnung aneigneten. Menschliches Denken jedoch ist in der Weise
gestaltet, dass es das Vorhandensein eines organisierenden Willens
voraussetzt, wo immer es Ordnung erkennt. Die materialistische Philosophie,
die im Widerspruch zu dieser grundlegenden Charakteristik des menschlichen
Geistes steht, brachte die "Evolutionstheorie" um die Mitte des
19. Jh.
Darwins Vorstellung
| 
Charles Darwin
|
Die Person, welche die Evolutionstheorie in der Form, in der sie
heutzutage verfochten wird aufbrachte, war der englische Amateurnaturalist
Charles Robert Darwin.
Darwin hatte sich niemals einer formellen Ausbildung in Biologie
unterzogen. Sein Interesse an der Natur und Lebewesen war lediglich
eine Liebhaberei, die ihn 1832 bewog, sich freiwillig einer Expedition
anzuschließen, welche sich an Bord des Schiffs H.M.S. Beagle aufmachte,
fünf Jahre lang verschiedene Regionen der Welt zu bereisen. Der
junge Darwin war sehr beeindruckt von den unterschiedlichen lebendigen
Spezien, insbesondere von bestimmten Finken, die er auf den Galapagos
Inseln vorfand. Er dachte, dass deren unterschiedliche Schnabelformen
aufgrund einer Anpassung an ihre Heimat zustande gekommen waren.
Mit dieser Idee im Kopf nahm er an, dass der Ursprung des Lebens
und der Lebensformen in dem Konzept "der Anpassung an den Lebensraum"
zu finden sei. Laut Darwin wurden die unterschiedlichen Arten nicht
gesondert von Gott erschaffen, sondern gingen auf einen gemeinsamen
Vorfahren zurück und entwickelten sich unterschiedlich voneinander
als Ergebnis von natürlichen Voraussetzungen.
Darwins Hypothese gründete sich nicht auf irgendwelche wissenschaftlichen
Entdeckungen oder Versuche, entwickelte sich jedoch im Lauf der
Zeit mit der Unterstützung und Förderung von Seiten der bekannten
materialistischen Biologen seiner Zeit in eine anmaßende Theorie.
Die Idee war, dass diejenigen Individuen, die sich ihrem Lebensraum
am besten anpassten, ihre Eigenschaften auf die nachfolgenden Generationen
vererbten; diese vorteilhaften Eigenschaften sammelten sich im Lauf
der Zeit an und transformierten das Individuum in eine, von seinen
Vorfahren vollständig unterschiedliche Art. (Der Ursprung dieser
"vorteilhaften Eigenschaften" war seinerzeit unbekannt.) Der Mensch
war laut Darwin das höchst entwickelte Ergebnis dieses Mechanismus.
Darwin nannte diesen Prozess "Evolution durch natürliche Auslese".
Er wähnte, er hätte den "Ursprung der Spezies" gefunden: Der Ursprung
einer Spezies war eine andere Spezies. 1895 veröffentlichte er diese
Anschauung in seinem Buch mit dem Titel: Der Ursprung der Spezien
durch natürliche Auslese.
Darwin war sich bewusst, dass seine Theorie erhebliche Probleme
aufwies. Er gestand dies in seinem Buch in dem Kapitel "Probleme
der Theorie". Diese Schwierigkeiten lagen hauptsächlich im Fossilnachweis,
komplexen Organen von Lebewesen, die unmöglich durch Zufall erklärbar
sind (z.B. das Auge) und Instinkten lebendiger Kreaturen. Darwin
hoffte, dass diese Komplikationen durch neue Entdeckungen überwunden
werden würden, doch dies hielt ihn nicht davon ab, sehr mangelhafte
Erklärungen für eine beträchtliche Anzahl von anderen Ungereimtheiten
abzugeben. Der amerikanische Physiker Lipson gab den folgenden Kommentar
zu Darwins "Schwierigkeiten":
Als ich Der Ursprung der Spezien las,
fand ich, dass Darwin selbst wesentlich unsicherer war als es
oft dargestellt wird; das Kapitel "Probleme der Theorie" z.B.
weist beträchtliche Selbstbezweiflung auf. Als Physiker war ich
speziell befremdet bei seinen Erläuterungen bezüglich der Entstehung
des Auges.9
Während Darwin seine Theorie entwickelte war
er beeindruckt von vielen evolutionistischen Biologen vor ihm, in
erster Linie von dem französischen Biologen Lamarck.10
Laut Lamarck gaben Lebewesen die Charakterzüge, die sie sich während
ihres Lebens angeeignet hatten, von einer Generation an die nächste
weiter, und entwickelten sich auf diese Weise fort. Zum Beispiel
entwickelten sich Giraffen von antilopenähnlichen Tieren indem sie
ihre Hälse von Generation zu Generation mehr streckten um höher
und höher stehende Zweige als Nahrung zu erreichen. Darwin bediente
sich somit der von Lamarck vorgelegten These der "Weitergabe von
Charakterzügen" als des Umstandes, der die Lebewesen zur Evolution
bewegt.
Beide jedoch, Darwin und Lamarck verfielen dem Irrtum, denn in
ihrer Zeit war das Studium des Lebens nur mit sehr primitiven technologischen
Hilfsmitteln, und somit auf sehr unzulänglicher Ebene möglich. Wissenschaftliche
Fachbereiche wie Genetik und Biochemie gab es noch nicht einmal
begriffsweise. Ihre Theorien stützten sich daher lediglich und vollständig
auf ihre Vorstellungskraft.
| DARWINS RASSISMUS
Einer
der bedeutendsten, jedoch weniger bekannten Wesenszüge Darwins
ist sein Rassismus. Darwin erachtete weiße Europäer "höher
entwickelt" als andere menschliche Rassen. Während Darwin
annahm, dass der Mensch sich evolutiv von affenähnlichen Geschöpfen
entwickelt hatte, folgerte er, dass sich einige Rassen mehr
entwickelt hatten als andere, und dass letztere immer noch
mit affenartigen Eigenheiten behaftet seien. In seinem Buch
"Die Abstammung des Menschen" [The Descent of Man], welches
er nach "Der Ursprung der Spezien" veröffentlichte, kommentierte
er kühn über "die größeren Unterschiede zwischen Menschen
bestimmter Rassen".1 Darwin stellte Neger und australische
Aboriginen auf eine Stufe mit den Gorillas, und folgerte weiter,
dass die "zivilisierteren Rassen" seiner Zeit sich ersterer
im Lauf der Zeit "entledigen" würden. Er schrieb:
In
Jahrhunderten gemessenen, werden in nicht allzu ferner Zukunft
die zivilisierten Menschenrassen mit annähernder Sicher-heit
die wilden Rassen überall auf der Erde ausmerzen und ersetzen.
Zur gleichen Zeit werden die anthropomorphen Affen ...zweifellos
ausgerottet werden. Die Kluft zwischen dem Menschen und seinen
nächsten Verwandten, die sich dann, wie zu erhoffen, in der
Gestalt eines kultivierteren Zustands manifestieren wird,
wird dann weiter sein, als selbst die zwischen einem Kaukasier
und irgend einem Affen wie etwa dem Pavian, anstatt wie gegenwärtig,
zwischen dem Neger oder Australier und dem Gorilla.2
Darwins widersinnige Ideen wurden
nicht nur theoretisiert, sondern in eine Stellung erhoben,
wo sie die bedeutendste "wissenschaftliche Grundlage" für
den Rassismus schafften. In der Annahme, dass sich Lebe-wesen
im Kampf ums Überleben evolutiv entwickelten, wurde Darwinismus
selbst auf die Sozialwis-senschaften angewandt, und wurde
zu einem Konzept, das sich unter dem Namen "Sozialdarwinis-mus"
entwickelte.
Sozialdarwinismus besagt, dass
die gegenwärtigen menschlichen Rassen auf verschiedenen Stufen
der "evolutionären Leiter" stehen, dass die europäischen Rassen
die "höchstentwickelten" seien, und dass viele andere Rassen
immer noch affenartige Merkmale aufzeigten.
1 Benjamin Farrington,
What Darwin Really Said, London, Sphere Books, 1971, S. 54
ff.
2 Charles Darwin, The Descent
of Man, 2. Aufl., New York, A.L. Burt Co., 1874, S. 178 |
Während die Echos von Darwins Buch noch hallten entdeckte ein österreichischer
Botaniker namens Gregor Mendel 1865 die Vererbungsgesetze.
Nicht sehr bekannt geworden bis zum Ende des 19. Jh., gewann Mendels
Entdeckung große Bedeutung in den frühen Jahren des 20. Jh. Dies
war der Anfang der wissenschaftlichen Genetik. Kurze Zeit
danach wurde die Struktur der Gene und Chromosomen entdeckt. Mit
der Entdeckung des DNS Moleküls, welches genetische Information
speichert, wurde die Evolutionstheorie in den 50er Jahren in eine
gewaltige Krise gestürzt. Der Grund dafür war die unvorstellbare
Komplexität des Lebens und die Unhaltbarkeit des von Darwin vorgeschlagenen
Evolutionsmecha-nismus.
Diese Entwicklungen hätten Darwins Theorie in den Abfallkorb der
Geschichte verbannen sollen. Dem jedoch war nicht so, da bestimmte
Kreise darauf bestanden die Theorie zu revidieren, erneuern und
auf eine wissenschaftliche Ebene zu erheben. Diese Bestrebungen
können nur dann sinnvoll erscheinen, wenn man sich vergegenwärtigt,
dass es eher ideologische Belange sind als wissenschaftliches Interesse,
die im Hintergrund der Theorie eine bedeutende Rolle mitspielen.
Die verzweifelten Bestrebungen des Neo-Darwinismus
Darwins Theorie war mit der Entdeckung der genetischen Gesetze
im ersten Viertel des 20. Jh. in eine tiefe Krise geraten. Nichtsdestoweniger
jedoch bemühte sich eine Gruppe von Wissenschaftlern, die entschlossen
waren Darwin die Treue zu halten, Auswege aus dem Dilemma zu finden.
Sie fanden sich 1941 auf einem, von der Geological Society of
America organisierten Treffen zusammen. Genetiker wie G. Ledyard
Stebbins und Theodosius Dobzhansky, Zoologen wie Ernst Mayr und
Julian Huxley, Paläontologen wie George Gaylord Simpson und Glenn
L. Jepsen, und mathematische Genetiker wie Ronald Fisher und Sewall
Right konnten sich nach langen Diskussionen schließlich auf Wege
und Mittel einigen, den Darwinismus "zusammenzuflicken".
Dieser Kader konzentrierte sich auf die Frage nach dem Ursprung
der vorteilhaften Variationen, welche angeblich die lebenden Organismen
zur evolutiven Fortentwicklung bewegt - ein Punkt, den Darwin
selbst nicht in der Lage war zu erklären, sondern ihm einfach auswich
indem er sich auf Lamarck stützte. Die neue Idee war "Zufallsmutationen".
Sie benannten diese neue Theorie "Die moderne synthetische Evolutionstheorie",
die dadurch formuliert war, dass sie Darwins These der natürlichen
Auslese das Konzept der Mutation hinzufügte. In kurzer Zeit wurde
diese Theorie als "Neo-Darwinismus" bekannt, und ihre Verfechter
wurden "Neo-Darwinisten" genannt.
  
Gründer des Neo-Darwinismus:
Ernst Mayr, Theodosius Dobzhansky und Julian Huxley
|
Die darauffolgenden Jahrzehnte waren eine Ära verzweifelter Versuche
den Neo-Darwinismus zu bestätigen. Es war bereits bekannt, dass
Mutationen - oder "Unfälle"- die in den Genen lebendiger
Organismen vorfielen stets nachteilig sind. Die Neo-Darwinisten
versuchten durch Tausende von Mutationsexperimenten einen Fall für
"vorteilhafte Mutation" aufzubauen, doch all ihre Anstrengungen
endeten in totalem Versagen.
Sie versuchten ferner experimentell nachzuweisen, dass der erste
lebendige Organismus durch Zufall unter primitiven irdischen Voraussetzungen
entstanden sein könnte, wie es die Theorie besagt, doch auch diese
Versuche blieben gleichermaßen erfolglos. Jeder Versuch der nachweisen
sollte, dass Leben durch Zufall entstehen könne, scheiterte. Wahrscheinlichkeitsrechnungen
belegen, dass nicht einmal ein einziges Protein, das den Grundbaustein
des Lebens darstellt, durch Zufall hätte entstehen können. Und die
Urzelle, welche laut evolutionistischen Behauptungen angeblicherweise
unter primitiven, unkontrollierten irdischen Bedingungen durch Zufall
ins Dasein gekommen sein soll, konnte selbst in den bestausgerüsteten
Laboratorien des 20. Jh. nicht synthetisch bereitgestellt werden.
Neo-Darwinismus wird ferner durch die Versteinerungsfunde
widerlegt. Nirgendwo in der Welt wurden jemals irgendwelche "Übergangsformen"
gefunden, welche die angebliche stufenweise Evolution der lebendigen
Organismen von primitiven in höhere Lebensformen hätte zeigen sollen,
wie die neo-darwinistische Theorie es behauptet. Gleichzeitig hat
vergleichende Anatomie enthüllt, dass Spezien, welche sich angeblich
eine aus der anderen entwickelt haben sollten, tatsächlich sehr
unterschiedliche anatomische Merkmale aufweisen, so dass sie niemals
Vorfahren bzw. Nachkommen der jeweils anderen sein können.

Ein detailliertes Studium der
Zelle wurde erst durch die Erfindung des Elektronenmikroskops
ermöglicht. Mit den, hier abgebildeten, primitiven Mikroskopen
zu Darwins Zeiten war es lediglich möglich die äußere
Zelloberfläche zu sehen. |
DER PRIMITIVE STAND DER WISSENSCHAFT ZU
DARWINS ZEITEN
Als
Darwin seine Hypothesen vortrug gab es die wissenschaftlichen
Fachberei-che der Genetik, Mikro-biologie und Biochemie
noch nicht. Wären diese erforscht worden, bevor Darwin seine
Theorie vorbrachte hätte er möglicherweise erkannt, dass
seine Theorie völlig unwissenschaftlich war, und hätte vielleicht
gar nicht erst versucht solch unbegründete Behauptun-gen
aufzustellen. Die, eine Spezies bestimmende Information
ist bereits in den Genen vorhanden, und es ist der natürlichen
Selektion nicht möglich neue Spezien durch Veränderungen
in den Genen hervorzubringen.
In
ähnlicher Weise verfügte die Wissenschaft in jenen Tagen
nur über ein sehr oberflächliches und grobes Verständ-nis
der Struktur und Funktion der Zelle. Wenn Darwin die Möglichkeit
gehabt hätte, die Zelle durch ein Elektronenmikroskop zu
betrachten, wäre er Zeuge der ungeheuerlichen Komplexität
und außergewöhnlichen Struktur in den Organellen der Zelle
geworden, und hätte dann mit eigenen Augen erkannt, dass
solch ein raffiniertes und komplexes System unmöglich durch
geringfügige Abänderungen entstanden sein konnte. Hätte
er eine Ahnung von Bio-Mathematik gehabt, so hätte er erkannt,
dass nicht ein einziges Proteinmolekül, geschweige denn
eine ganze Zelle, durch Zufall ins Dasein gekommen sein
konnte.
|
Neo-Darwinismus war jedoch sowieso niemals eine wissenschaftliche
Theorie, sondern war ein ideologisches Dogma um nicht zu sagen eine
Art "Religion". Der Darwinist Michael Ruse, der ein Professor der
Philosophie und Zoologie ist macht dieses Zugeständnis:
...und es besteht kein Zweifel, dass in der
Vergangenheit, und ich glaube auch in der Gegenwart, die Evolution
für die Evolutionisten etwa so funktionierte, wie etwas, das Elemente
hat, die - man könnte sagen - einer säkularen Religion sehr nahe
kommen....und es erscheint mir sehr eindeutig, dass die Evolution
als eine wissenschaftliche Theorie auf einer sehr fundamentaler
Ebene, einer Art Naturalismus huldigt...11
Dies ist der Grund dafür, dass die Verfechter der Evolutionstheorie
dieselbe, trotz aller gegenteiligen Beweise weiterhin verteidigen.
Ein Punkt worin sie sich jedoch nicht einigen können ist, welches
der verschiedenen vorgeschlagenen Realisationsmodelle das "richtige"
ist. Eines der wichtigsten dieser Modelle ist das fabelhafte Szenario,
das als "das unterbrochene Equilibrium" bekannt ist.
Die empirische Methode: Das unterbrochene Equilibrium
Die meisten Wissenschaftler, die an die Evolution glauben, akzeptieren
die neo-darwinistische Theorie einer langsamen, schrittweisen Evolution.
In der jüngsten Vergangenheit jedoch wurde ein unterschiedliches
Modell vorgeschlagen. Dieses Modell namens "unterbrochenes Equilibrium"
verwirft das darwinistische Konzept einer angehäuften, schrittweisen
Evolution, und schlägt statt dessen vor, dass die Evolution in großen
nicht-kontinuierlichen "Sprüngen" stattfand.
| 
Sthephen Jay Gould
|
Die ersten lautstarken Verfechter dieser Neigung tauchten zu Beginn
der 70er Jahre auf. Zwei amerikanische Paläontologen, Niles Eldredge
und Stephen Jay Gould waren sich wohl bewusst, dass die Postulate
der neo-darwinistische Theorie durch die Versteinerungsfunde total
widerlegt worden waren. Fossile belegten, dass lebende Organismen
nicht durch abgestufte Evolution, sondern plötzlich und voll ausgeformt
ins Dasein kamen. Die Neo-Darwinisten lebten in der sehnlichsten
Hoffnung - und tun das immer noch - dass die "verlorenen" Übergangsformen
eines Tages doch noch gefunden werden würden. Obwohl es Eldredge
und Gould klar geworden war, dass diese Hoffnung unerfüllt bleiben
würde, waren sie dennoch außerstande, ihr evolutionistisches Dogma
aufzugeben, und so stellten sie ein neues Modell vor: Das unterbrochene
Equilibrium. Hierbei handelt es sich um die Behauptung, dass Evolution
nicht als Ergebnis kleiner Abweichungen, sondern in der Form plötzlicher
großer Veränderungen stattfand.
Dieses Modell war nichts anderes als ein Modell
für Phantasien. So behauptete z.B. der europäische Paläontologe
O. H. Shindewolf , der den Weg für Eldredge und Gould bereitet hatte,
dass der erste Vogel als eine "grobe Mutation" aus einem Reptilienei
ausgeschlüpft sei, d.h. als Ergebnis eines enormen "Unfalls", der
sich in der genetischen Struktur ereignet hatte.12
Entsprechend der selben Theorie könnten einige, das Festland bewohnende
Tiere, sich in riesige Wale verwandelt haben indem sie sich einer
plötzlichen, umfassenden Veränderung unterzogen hatten. Diese Behauptungen,
die in totalem Widerspruch zu allen Regeln der Genetik, Biophysik
und Biochemie stehen, sind geradeso wissenschaftlich wie die Märchen
von Fröschen, die sich in Prinzen verwandeln! Trotzdem nahmen einige
evolutionistische Paläontologen, die sehr über die Krise, in der
sich die neo-darwinistische Lehre befand, besorgt waren, diese Theorie
an, die sich dadurch auszeichnete, dass sie noch bizarrer war als
der Neo-Darwinismus selbst.
Der einzige Zweck dieses Modells war, eine Erklärung für die fehlenden
Glieder des Fossilnachweises bereitzustellen, den das neo-darwinistische
Modell nicht erklären konnte. Es kann jedoch kaum als rationell
gelten zu versuchen, die Lücke im Fossilnachweis der Evolutionskette
der Vögel mit der Behauptung zu erklären, dass "urplötzlich ein
Vogel aus einem Reptilienei kroch", da entsprechend den Aussagen
der Evolutionisten selbst, die Evolution von einer Spezies in die
andere eine beträchtliche und vorteilhafte Änderung der genetischen
Information erfordert. Keine irgend mögliche Mutation jedoch verbessert
oder bereichert die genetische Information. Mutationen können höchstens
die genetische Information verwirren. Daher würden die vom unterbrochenen
Equilibrium-Modell vorgeschlagenen "groben Mutationen" lediglich
grobe - d.h. "große"- Verringerungen und Behinderungen in der genetischen
Information hervorrufen.
Weiterhin bricht das Modell des "unterbrochenen Equilibriums" durch
seine Unfähigkeit, die Frage nach dem Ursprung des Lebens zu behandeln,
schon beim ersten Schritt zusammen; dies ist ebenfalls die Frage,
die das neo-darwinistische Modell von vornherein widerlegt. Da nicht
einmal ein einziges Protein durch Zufall entstanden sein konnte,
wird die Debatte darüber, ob Organismen, die aus Trillionen solcher
Proteine konstituiert sind, einer "abgebrochenen" oder "allmählichen"
Evolution unterlagen, belanglos.
Trotzdem ist es dennoch das neo-darwinistische Modell, das in Betracht
kommt, wenn heutzutage über "Evolution gesprochen wird. In den folgenden
Kapiteln werden wir zunächst zwei imaginäre Mechanismen des neo-darwinistischen
Modells untersuchen, und dann die Fossilfunde betrachten um dieses
Modell zu testen. In Anschluss daran werden wir uns mit der Frage
nach dem Ursprung des Lebens beschäftigen, die sowohl das neo-darwinistische
Modell, als auch alle anderen evolutionistischen Modelle, wie etwa
die "Evolution in Sprüngen", zunichte macht.
Bevor wir dies tun, erscheint es sinnvoll, den Leser darauf aufmerksam
zu machen, dass die Realität, der wir auf jeder Stufe gegenüberstehen,
keine andere Deutung zulässt, als dass das evolutive Szenario ein
Märchen ist, ein großer Schwindel, der im Konflikt mit der wirklichen
Welt steht. Es ist eine Inszenierung die dazu benutzt wurde die
ganze Welt 140 Jahre lang an der Nase herumzuführen. Dank der jüngsten
wissenschaftlichen Entdeckungen ist zumindest eine fortgesetzte
Verteidigung dieses Betrugs unmöglich geworden.
  

6. Dan Graves, Science of
Faith: Forty-Eight Biographies of Historic Scientists and Their
Christian Faith, Grand Rapids, MI, Kregel Resources 
7. Science, Philosophy, And Religion: A Symposium,
1941, Kap.13 
8. Max Planck, Where is Science Going?, www.websophia.com/aphorisms/science.html

9. H. S. Lipson, "A Physicist's View of Darwin's
Theory", Evolution Trends in Plants, Bd. 2, Nr. 1, 1988, S. 6 
10. Obwohl Darwin die Behauptung aufstellte, dass
seine Theorie völlig unabhängig von der Lamarcks sei, begann er
allmählich, sich auf Lamarcks Aussagen zu stützen. Speziell die
6. und die letzte Ausgabe seines Werks The Origin of Species (Über
die Entstehung der Arten) sind voll von Beispielen von Lamarcks
"Vererbung angenommener Charaktereigenschaften". Siehe Benjamin
Farrington, What Darwin Really Said, New York: Schocken Books, 1966,
S. 64 
11. Michael Ruse, "Nonliteralist Antievolution",
AAAS Symposium: "The New Antievolutionism", 13. Februar, 1993, Boston,
MA 
12. Steven M. Stanley, Macroevolution:
Pattern and Process, San Francisco: W. H. Freeman and Co. 1979,
S. 35, 159  |